16.04.12
Duffy
Duffy ist so was wie die walisische Christina Stürmer. Sie ist ebenfalls bei einer Casting Show im kleinen Nachbarland angetreten, ist dann im Finale überraschend nur Zweite geworden, hatte dann aber im Anschluss deutlich mehr Erfolg als ihr unmittelbarer Konkurrentin. Christina Stürmer war nach "Starmania" in Deutschland erfolgreich, Duffy wechselte von Wales nach England. Bei ihr dauerte es allerdings ein paar Jahre länger. Vor allem die Bekanntschaft mit Bernard Butler stellte die Weichen für den späteren Erfolg. Der ehemalige Gitarrist von Suede gab ihr eine Einführung in Soul Musik und stellte den Stil von Duffy radikal um. Gerade rechtzeitig. Denn in der Zwischenzeit machte Amy Winehouse den Retro-Sound wieder extrem populär und hatte mit "Back in Black" eines der erfolgreichsten Alben der Nuller Jahre. Duffys "Rockferry" kam da gerade recht und war durch Bernard Butler auch über jeden Verdacht erhaben nur am schnellen Erfolg mitnaschen zu wollen. Duffys extrem rauchige und leicht näselnde Stimme ist zwar nicht jedermanns Sache, aber immerhin sehr wieder erkennbar. Auch das zweite Album mit der Single "Well, Well, Well" konnte punkten, wenn auch der Retro-Soul zurückgeschalten wurde.