KAGes - Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

KAGes

Ein Netz für die Gesundheit

Mit A1 Ether Link Services baute sich die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) ein leistungsfähiges, skalierbares MPLS-Netzwerk

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) ist Hauptträger der weiß-grünen Spitalsversorgung und eines der größten Spitalsunternehmen Europas. Das Leistungsangebot der KAGes-Spitäler reicht von der akutmedizinischen Basisversorgung bis zur spitzenmedizinischen Betreuung am LKH-Univ. Klinikum Graz, das zu den wichtigsten medizinischen Forschungs- und Lehrstätten in Österreich zählt.

Die Aufgabe: Optimierung des Datennetzes
Die KAGes betrieb seit 1999 zwischen den insgesamt 23 Standorten ein Datenweitverkehrsnetzwerk (WAN) mit ATM als Basistechnologie, einer Standardbandbreite von 20 Mbit/s und LWL-Anbindung. Vier kleinere Standorte wurden über eine Kupferverbindung angebunden. Als Backup diente ein ISDN-Multianschluss an jedem Standort. Dieses WAN wurde von A1 errichtet und betrieben. „Wir waren mit unserem Netzwerk lange sehr zufrieden. Nur irgendwann zeichnete sich ab, dass wir mehr Bandbreiten und eine komfortablere Übertragungstechnologie für unsere immer komplexer werdenden Applikationen benötigten“, sagt Karl Kocever, Leiter des IKT-Betriebs, in dem 52 Mitarbeiter und fünf Lehrlinge für 14.000 User die landesweite IKT mit 700 Servern betreuen.
„Das ATM-Netz sollte entsprechend dem künftigen Bandbreitenbedarf und als Technologieplattform aufgerüstet werden. Die Primär- und Backupanbindung der LKHs sollte mit getrennter Wegeführung erfolgen.“ KAGes setzt landesweit Applikationen zur Übermittlung elektronischer Krankenakten, radiologischer Bilddaten (Röntgen-, CT-, MR-Bilder), kardiologischer Bilddaten, Logistikdaten, Daten für die Laborautomatisation, Personaladministration und Büroorganisation ein.

Die Lösung: A1 Ether Link Services
Zu den Herausforderungen der Umstellung zählte, dass das Adress-Schema von KAGes gleich bleiben musste. Durch die Zentralisierung der Serverrechner ergab sich ein steigender Bandbreitenbedarf, was durch eine skalierbare Bandbreite berücksichtigt wird. Außerdem wird die generelle Bandbreite bis 2012 von 60 Mbit/s schrittweise auf 100 Mbit/s steigen. Im neuen WAN nutzt die KAGes mit A1 Ether Link Services das MPLS-fähige Backbone von A1 — und damit das modernste Datennetzwerk Österreichs. Damit kann die Qualität der Datenübertragung (QoS) je nach Bedarf festgelegt werden. „Wir haben die vollständige Verfügung über das Routing unseres Netzes, es muss keine Abstimmung mit Telekom Austria bezüglich IP-Adressen erfolgen“, erklärt KAGes-Projektleiter Walter Simschitz. „Wir betreiben über die von A1 bereitgestellten A1 Ether Link Services ein eigenes MPLS-Netzwerk. Dadurch sind wir in der Lage, mehrere unabhängige Layer-3-Netzwerke über das WAN zu führen.“ A1 überwacht das Netzwerk und liefert Performance Reportings. Anhand von anspruchsvollen Service Level Agreements wurden Entstör- und Ausfallzeiten festgelegt: Verfügbarkeit 99,9 Prozent, maximale Reaktionszeit pro Übertragungsweg (Primär oder Backup) 60 Minuten, maximale Entstörzeit fünf Stunden. Alle LKH-Standorte sind im Erstweg mit Lichtwellenleiter angebunden. Die Backupanbindung erfolgt ebenfalls über Lichtwellenleiter mit getrennter Zweitwegeführung bzw. mit Richtfunk (10/20Mbit/s). Die Anbindung der beiden KAGes-Rechenzentren ist über getrennte LWL sowie über getrennte Vermittlungsstellen realisiert.
Weiters wurde eine zentrale Patienteninternetlösung (40 Mbit/s) und eine mobile Integration der Notärzte über A1 Mobil Dataguard Service implementiert. Der Zugang zum Hauptverband der Sozialversicherungsträger wurde ebenfalls durch A1 realisiert, sodass der Einsatz der e-card im Krankenhausbereich sichergestellt ist.