Zukunft des Glasfasernetz

Zukunft des Kupfernetzes

Was geschieht mit dem Kupfernetz?

Langfristig sollen sämtliche Kupferleitungen durch wesentlich leistungsfähigere Glasfaserleitungen ersetzt werden. Dieses Ziel ist jedoch nur im Zeitraum einiger Jahrzehnte erreichbar. Die Anforderungen an schnelles Internet steigen allerdings weitaus rascher an, sodass A1 große Anstrengungen in die Erprobung und Verbreitung alternativer Technologien steckt.

A1 hat gemeinsam mit seinen Technologiepartnern in den letzten Jahren umfangreiche Anstrengungen unternommen, die Leistungsfähigkeit des bestehenden Kupfernetzes weiter zu erhöhen.

Waren Ende der 90er Jahre mit Modems nur rund 50 kbit/s über eine Kupferleitung möglich, gelang zur Jahrtausendwende durch die Einführung der ADSL-Technologie eine Vervielfachung der Datenraten bis rund 8 Mbit/s. Die Kupferleitungen blieben auf der so genannten letzten Meile unverändert bestehen, lediglich die Übertragungskomponenten in der Vermittlungsstelle wurden getauscht.

Für künftige Anwendungen ist ADSL allerdings nicht ausreichend und der Ausbau des Glasfasernetzes kann nicht überall gleichzeitig erfolgen.

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Vectoring

Seit langer Zeit ist ein besonders unerwünschter Effekt im Kupfernetz bekannt: das sogenannte Übersprechen. Parallel verlaufende Kupferadern in einem Kabelverbund stören sich gegenseitig durch kleinräumig entstehende elektromagnetische Felder. Seit kurzer Zeit sind ausreichend schnelle Prozessoren verfügbar, die durch die Erzeugung eines gegenpoligen Signals diese Störungen in Echtzeit ausfiltern können. Diese Technologie nennt sich Vectoring und kann wegen des weitgehend störungsfreien Übertragungskanals die Datenrate auf der Kupferleitung typischerweise verdoppeln.

G.fast

Als weltweit erster Netzbetreiber konnte A1 im Sommer 2013 erstmals eine Übertragungsrate von 1 Gbit/s über das bestehende Kupfernetz zeigen. Diese Werte sind zwar nur auf relativ kurzen Leitungslängen bis rund 100 m möglich, damit eignet sich diese Technologie jedoch ideal für Mehrparteienhäuser, die mit Kupferleitungen verkabelt sind.

Die Glasfaserleitungen brauchen nur bis zum Kabelverzweiger im Eingangsbereich eines Hauses verlegt werden, aufwändige Stemmarbeiten sind nicht erforderlich. G.fast ist noch in Entwicklung, zeigt aber, dass auch im Kupfernetz ungeahnt hohe Leistungsreserven stecken.


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