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Auch im 4. Quartal 2011 war der österreichische Markt von einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und vom Trend hin zu Smartphones und konvergenten Produkten geprägt. Der starke Wettbewerb führte zu niedrigeren Preisniveaus und zur Fortsetzung der Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation, was einen weiteren Rückgang bei den Festnetz-Sprachminuten zur Folge hatte. Die Marketingaktivitäten konzentrierten sich auf das Wertsegment für Smartphones und Datentarife, bei gleichzeitiger Reduktion der Endgerätesubventionierung im Vergleich zum Vorjahr. Die starke Nachfrage nach Festnetzbreitbandlösungen und konvergenten Angeboten bewirkte einen Zuwachs bei den Festnetzanschlüssen und ließ den Absatz von Bündelprodukten ansteigen. Regulierungsbedingte Senkungen der Roaming-Tarife und Terminierungsentgelte wirkten sich negativ auf die Ergebnisse aus.
A1 bietet Privat- wie auch Geschäftskunden ein umfassendes Festnetz-Produktportfolio an, das neben Sprachtelefonie, Festnetz-Breitband und Daten-TV (IPTV) weitere attraktive IKT-Dienste und -Lösungen umfasst. Dank konvergenter Angebote wie A1 TV, rasch steigender Datenmengen, dem weitreichenden Ausbau des Giganetztes und der anhaltenden Nachfrage nach höheren Bandbreiten und Übertragungsgeschwindigkeiten erlebt das Festnetz eine Renaissance. Diese wird allerdings nicht von Sprachminuten getragen, sondern ausschließlich von der Datenübertragung. Ca. 21.300 neue Anschlüsse netto wurden im Geschäftsjahr 2011 installiert.
Der durchschnittliche Umsatz pro Festnetzanschluss (ARPL) ging 2011 um 3,3% auf 32,2 EUR zurück. Der Marktanteil von A1 bei Sprachtelefonie liegt am Festnetzmarkt 2011 bei 60,8%. Der Marktanteil von A1 bei Breitband liegt bei 58,4%.
Die Zahl der Kunden im Mobilfunk konnte um 3,3% gesteigert werden. In Österreich werden rund 5,3 Mio. Mobilfunkkunden betreut. Wichtiger Treiber dieser Entwicklung war die anhaltend starke Nachfrage nach Mobilem Breitband (Anstieg von 13,9% auf rund 745.000 Kunden).
Die Mobilfunkpenetration erhöhte sich 2011 von 146,7% auf 156,6%, womit der westeuropäische Durchschnitt deutlich übertroffen wird. Bedingt durch den anhaltenden Preisdruck und die negativen Auswirkungen der Regulierung bei Roaming- sowie Terminierungstarifen musste ein Rückgang des durchschnittlichen Kundenumsatzes (ARPU) um 9,3% auf 20,0 EUR verzeichnet werden.
Der Vertragskundenanteil konnte um 1,6 Prozentpunkte auf 77,6% gesteigert werden. Der Marktanteil von A1 am Mobilfunkmarkt liegt 2011 bei 40,0%.
Der österreichische Telekommunikationsmarkt ist seit 1998 liberalisiert, 2003 trat das Telekommunikationsgesetz in Kraft. Um Rahmenbedingungen für den Ausbau der Infrastruktur zu schaffen, wurde es 2009 angepasst. 2010 will die Europäische Kommission die Weiterentwicklung des EU-Rechtsrahmens abschließen und ihre Empfehlung zum Glasfaserausbau veröffentlichen.
Rundfunk & Telekom Regulierungs-Behörde (RTR)
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