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Jetzt mit Bitcoin und Co. im A1 Shop bezahlen

Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing, im Interview.

In zahlreichen Ländern ist das Bezahlen mit digitalen Währungen gang und gäbe, in Österreich ist die Akzeptanz noch nicht auf internationalem Niveau angelangt. Das soll sich jetzt ändern: Ab sofort bietet A1 in ausgewählten A1 Shops die Bezahlung mit den wichtigsten digitalen Währungen im Rahmen eines Pilotprojektes an. Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing, erklärt im #BusinessChange Interview die Hintergründe und was es mit Bitcoin & Co. auf sich hat.

 

A1: Digitale Währungen und A1: wie passt das zusammen?

Markus Schreiber: A1 bietet ein sehr breites Portfolio, das seit vielen Jahren über den klassischen Festnetzanschluss oder die Sim-Karte hinausgeht. Dies umfasst eine breite Palette an Produkten in den Bereichen Vernetzung, Kommunikation, Sicherheit, IT, Gesundheit und öffentliche Hand. Auch im Payment Bereich sind wir seit Jahrzehnten Netz- und Service-Partner, das bedeutet, dass A1 in vielen zehntausend Bezahl-Terminals steckt. Mit A1 Payment wurde zuletzt ein komplettes 360 Grad Angebot für unsere Geschäftskunden geschaffen. Wir digitalisieren Österreich - einerseits in dem wir laufend am Netz der Zukunft bauen, andererseits, weil wir uns intensiv mit wesentlichen Themen der Zukunft beschäftigen. Neben e-Identity, Cybersecurity, Schule 4.0, künstliche Intelligenz und weiteren Projekten blieb auch der weltweite Trend rund um digitale Bezahlformen nicht unbemerkt. Für uns stellte sich dabei rasch die Frage: wie können wir hier einen Rahmen schaffen, der dem Handel hohe Sicherheit und einfache Handhabe gibt, und dem Konsumenten die gleiche Sicherheit und mehr Flexibilität bringt?

 

A1: Worum geht es in diesem Feldversuch?

Markus Schreiber: Heute werden bei Bezahlterminals Bankomat- und Kreditkarte akzeptiert. Apple Pay hat Österreich inzwischen erreicht, digitale Währungen und Bezahlformen werden bislang so gut wie gar nicht akzeptiert. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern Salamantex, Ingenico und Concardis an einem Service, die diese Lücke schließt. In unserem Feldversuch geht es konkret darum, dass wir das Produkt vor einem Start zuerst an uns selbst als Händler in ausgewählten A1 Shops ausprobieren. Wie sieht die Resonanz und Akzeptanz unserer Kunden aus? Gibt es eine Nachfrage am Markt, einen Bedarf für diese Art von Services? Nicht zuletzt ist es für uns eine gute Möglichkeit uns selbst zu bestätigen, dass technisch alles so funktioniert, wie wir es erwarten.

 

A1: Wie soll das Produkt aussehen?

Markus Schreiber: Wir erweitern A1 Payment um die Möglichkeit, mit digitalen Währungen zu bezahlen. A1 Payment ist das end-2-end Service rund um ein Bezahlterminal. Ob Friseur, Autohaus oder Lebensmitteleinzelhandel, man kann heute überall mit den bekannten Bezahlmöglichkeiten wie Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen. Die Erweiterung bringt nun die Möglichkeit, dass man dem Endkunden die Möglichkeit einräumt, zB mit WeChat Pay oder einem Ethereum zu bezahlen - dabei ganz wichtig - ohne dass sich der Händler mit diesen Währungen näher beschäftigen muss, oder Wechselkursrisiken während einer Transaktion unterliegt. Egal womit ein Kunde bezahlt, der Euro-Wert von Sacher Torte, Schnitzel, Fernseher oder Dienstleistung kommt in der Kassa an, um den Rest kümmern wir uns.

 

A1: Wer ist die Zielgruppe?

Markus Schreiber: Zielgruppen sind für uns Geschäftstreibende, die durch diese Möglichkeit entweder mehr Kunden in ihr Geschäft bringen, oder die bereits heutigen Anfragen nicht bedienen können, aber sehr gerne möchten. Eine besondere Konsumenten-Gruppe sind beispielsweise Touristen aus Asien.

 

A1: Bitcoin und Co. sind dafür bekannt, dass sie Schwankungen unterliegen - ist das nicht riskant?

Markus Schreiber: Hier werden gerne zwei Dinge miteinander vermischt: der Handel mit Kryptowährungen an sich und die Akzeptanz von Kryptowährungen bei einem Bezahlterminal. Klare Antwort: Nein, es gibt kein Kursschwankungsrisiko in unserem Service – weder für den Kunden noch für den Händler. Bezahlt ein Kunde mit einer Krypto-Währung, so wird der Bezahlwert von beispielsweise 100 EUR zu einem aktuellen Krypto-Tausch-Wert angeboten und behält für einen kurzen begrenzten Zeitraum seine Gültigkeit (unter 1 Minute). Unser Service bzw. unsere Partner wickeln den Tausch ab. Der Händler bekommt garantiert immer seine 100 EUR. Dauert die Bestätigung zu lang, wird der Wechselkurs ungültig, ein neuer Wechselkurs generiert, der wieder begrenzt gilt.

 

A1: Kürzlich wurden neue Auflagen beschlossen, welche den Umgang mit Kryptowährungen einschränkt. Was macht A1?

Markus Schreiber: Es gibt für Krypto-Währungen neue Auflagen, die ab Anfang 2020 in Kraft treten. A1 wird wie bisher alle erforderlichen gesetzlichen Bestimmungen einhalten.

 

A1: Wie geht es weiter?

Markus Schreiber: Der Feldversuch in 7 A1 Shops ist nun gestartet. In den kommenden Wochen erfolgen Erweiterungen. Wir werden die Ergebnisse in unser Service einfließen lassen. Was ich aber schon festhalten will: es ist nicht unsere Aufgabe zu empfehlen, ob Herr und Frau Österreicher in bar, mit Bankomat oder Kreditkarte bezahlen sollen oder zukünftig mit digitaler Währung. Wir wollen den heutigen Besitzern von Wallets die Möglichkeit bieten, ganz flexibel im österreichischen Handel damit zu bezahlen.

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