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Nach der Pandemie kommt Hybrid-IT

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Hybrite Unternehmens IT

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2 Welten und 8 Szenarien

Das Zeitalter der Cloud-Transformation hat begonnen: Eine hybride Unternehmens-IT verbindet nämlich die Vorteile aus Rechenzentrum und Cloud. Acht exemplarische Use-Cases zeigen, wie breit die Palette möglicher Anwendungsszenarien tatsächlich ist.

Hybride IT-Architekturen setzen sich in aller Welt zunehmend durch. Und das mit gutem Grund: Unternehmen können so das Beste aus zwei IT-Welten miteinander kombinieren. Zur Erinnerung: Unter Hybrid IT versteht man eine Mischlösung innerhalb eines Unternehmens – ein Teil der IT wird im Rechenzentrum eines Dienstleisters wie A1 (oder bei großen Unternehmen in einem eigenen Datacenter) bereitgestellt, während andere Teile cloudbasierte Services nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die maximale Flexibilität aus der Public Cloud wird mit der Sicherheit und Stabilität von klassischen IT-Services aus Rechenzentrum und Hosting verheiratet.

Hybrid IT: Die ersten Schritte

Neben den drei Entscheidungskriterien Kosten, Technologie und Businessnutzen stehen am Anfang aller Überlegungen naturgemäß die denkbaren Anwendungsszenarien einer hybriden IT. Was geht, was macht Sinn? Welche Workloads sind für welche Plattformen geeignet? Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand von acht beispielhaften Use-Cases samt Realisierungsempfehlungen, wohin Ihre Hybrid-IT-Reise gehen könnte:

1. Pilotierung und agile Produktentwicklung

Wenn neue Produktideen (etwa noch nicht getestete Apps) nach der Devise „Fail Fast – Fail Cheap“ rasch ihre Markttauglichkeit unter Beweis stellen können, erwacht das Schlagwort von der agilen Produktentwicklung zum Leben: Werden etwa Pilotprojekte in der Public Cloud betrieben, lässt sich ohne hohe Investitionen eine kurze Time-to-Market realisieren. In der Folge können produktive Anwendungen natürlich auch in eine gehostete Umgebung migriert werden.

2. DevOps: Testen und entwickeln

Ein verwandter Anwendungsbereich einer hybriden Unternehmens-IT ist die Schnittstelle zwischen Softwareentwicklung (Development) und IT-Operations, von Insidern oft als „DevOps“. Hier lässt sich durch eine verbesserte Zusammenarbeit der beiden Bereiche ein großer Schritt in Richtung agile Unternehmens-IT setzen. Dazu werden Test- und Entwicklungsumgebungen ebenfalls in Public Clouds bereitgestellt, um Ressourcen sofort und ohne hohe Vorab-Investments (Pay-as-you-Go!) verfügbar zu machen. Primäre Workloads hingegen verbleiben im Hosting oder On Premise, also lokal.

3. Betrieb von Alt- und Kernsystemen

Ein weiterer Use-Case sind sogenannte Legacy-Systeme. Solche oft seit Langem bestehende Anwendungen beziehungsweise Kernsysteme eines Unternehmens (die dessen Kernfunktionalität abbilden) können oftmals nur schwer erneuert werden. Gelegentlich werden sie sogar als eine Art „Altlast“ angesehen. In den meisten Fällen sind derartige Legacy-Systeme nicht Cloud-ready und benötigen daher nach wie vor einen klassischen 24x7-Betrieb der IT.

4. Cloud-Bursting bei Zugriffsspitzen

Cloudlösung

Sie kommen oft wie ein heftiger Wolkenbruch: Zugriffsspitzen, die durch Einzelereignisse oder die Saisonalität hervorgerufen werden und bestehende Kapazitäten zu sprengen drohen. Um dennoch einen optimalen Betrieb ohne hohe Vorab-Investitionen sicherstellen zu können, empfiehlt sich eine Softwareverteilungsstrategie, die Profis als „Cloud-Bursting“ bezeichnen: Dabei werden lokale Ressourcen aus der Private Cloud um Ressourcen aus der Public Cloud erweitert, sobald Kapazitätsgrenzen erreicht werden. Die Umsetzung gilt als herausfordernd.

5. Cloud für Anwendungsteile

Trotz erhöhter Compliance-Vorgaben können Teile einer Anwendung durchaus in der Public Cloud laufen, um die Performance dieser Anwendung zu erhöhen. So lassen sich beispielsweise zustandslose (Anm.: mehrere Anfragen auch desselben Auftraggebers werden als voneinander unabhängige Transaktionen behandelt) Webserver in der Public Cloud betreiben.

6. Erweiterung eines Rechenzentrums

Bei diesem Use-Case werden kundeneigene Rechenzentrumskapazitäten einfach durch Cloud-Services erweitert. Das kann einerseits durch hochflexible Public Cloud Services oder andererseits durch klassische IaaS-Ansätze (Infrastructure-as-a-Service) geschehen. Dabei wird die Erweiterung durch ein virtuelles Rechenzentrum (VDC, Virtual Data Center) realisiert.

7. Internationale Standorte

Unternehmen mit Standorten im Ausland verfolgen eine „Follow the Customer“-Strategie, um die Zugriffslatenzen für ihre Kunden vor Ort möglichst gering zu halten und eine optimale User-Experience sicherzustellen. Die Realisierung im Rahmen der Cloud-Transformation kann in diesem Fall durch virtuelle Infrastruktur aus den weltweiten Rechenzentren eines Public-Cloud-Providers erfolgen.

8. Kostenmanagement

Eine hybride Unternehmens-IT eignet sich perfekt, um durch eine clevere Verteilung der Workloads zwischen On Premise einerseits und der Cloud andererseits Kosten zu optimieren. Stetige Workloads beispielsweise können in einer gehosteten Umgebung (etwa A1 Managed Datacenter Service)  günstiger abgedeckt werden. Umgekehrt kann kurzfristig oder zeitlich beschränkt benötigte Infrastruktur kostengünstiger aus der Cloud bezogen werden. Durch eine Flexibilisierung der Lizenzen können bei manchen Softwareherstellern (z.B. MS, Oracle) teilweise ebenfalls Kosten gespart werden.

A1: Expertise und Sparringspartner

Wenn ein Unternehmen seine IT-Strategie modernisieren will und sich mit dem Thema Cloud-Transformation beschäftigt, ist der Informationsbedarf naturgemäß groß. Viele Fragen müssen beantwortet, neue Ideen mit einem kritischen Blick von außen hinterfragt werden. Als erfahrener Cloud-Spezialist und als kompetenter Partner für Hybrid IT hat A1 nicht nur die Antworten, sondern vor allem auch die Erfahrung, um als eine Art „Sparringspartner“ noch bessere Hybrid-IT-Strategien umzusetzen – und nicht zuletzt, um über konkrete Use-Cases für Hybrid IT zu sprechen. Als Entscheidungshilfe für Sie und Ihr Unternehmen bietet sich das A1 Cloud Solution Assessment an, auf das Sie über Ihren A1 Vertriebsmitarbeiter zugreifen können.

Weitere Informationen zum Thema Hybrid IT finden Sie auch unter www.a1.net/hybrid-it!

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