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Sieben Sachen, die Big Data spannend machen

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Mit Mobility Insights zum Kundenversteher

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Internet of Things: Was es ist – was es kann.

©DAIMLER

Schneller am Ziel dank selbst parkender Autos. Automated valet parking macht es möglich. © DAIMLER

Was vor wenigen Jahren noch als visionäres Raunen durch die Fachpresse ging, ist längst Alltag: Das Internet of Things hat unser aller digitales Leben radikal verändert und eine neue IT hervorgebracht.

Das Konzert fängt gleich an, und jetzt das: Ärger bei der Parkplatzsuche! Und wenn man dann endlich in der City ein Parkhaus gefunden hat, sind die Einfahrten eng und die Parkplätze schmal. Spaß macht das keinen! Es geht aber auch anders: Wagen abstellen, aussteigen, App am Smartphone nutzen, gehen. Das Auto findet über Leitspuren im Boden seinen Weg. Es sucht sich (s)einen freien Platz – so eng der auch sein mag, es kuschelt sich hinein. Kommt man zurück, kann man schon vor der Garage das Fahrzeug rufen. Kommt man zum Treffpunkt, wartet der Wagen bereits. Netter Gag, den sich Bosch und Daimler einfallen lassen haben! Sie nennen das geschmackvoll Automated valet parking.

Das ist das erlebte Zusammenwachsen mehrerer kluger Systeme: Das Auto verbindet sich via App mit dem Parkhaus, über eigene Linien fährt es sicher wie auf Schienen von allein und kann dabei vor überraschend auftretenden Hindernissen wie laufenden Kindern von selbst abbremsen.

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Das Internet der Dinge ist maßgeblich eine Geburt von Logistikwirtschaft und Industrie.

Willkommen im Internet der Dinge!

Hier kommunizieren Geräte, Maschinen, Smartphones und alle möglichen künstlichen Intelligenzen automatisiert miteinander. Digitale und analoge Realität werden eins. Es ist die Technisierung unseres Lebens, getrieben von Milliarden vernetzter Geräte. Genau genommen sind es an die neun Milliarden. Die sammeln -teilweise in Echtzeit – Daten, leiten sie weiter, bewerten Handlungsmöglichkeiten, steuern per Fernzugriff Geräte und Maschinen, überwachen oder warten. Man kennt das von den großen Amazon-Lagern oder den Post-Dienstleistern. Zwar wird auch viel per Hand gemacht, aber viel mehr läuft automatisiert.

An sich ist das Internet der Dinge maßgeblich eine Geburt von Logistikwirtschaft und Industrie. Je komplexer die Produktionslinien und je aufwändiger die Transportprozesse, umso sinnvoller ist es, uns dabei zu unterstützen. Vor zehn Jahren schufen Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML schon die Vision eines zukunftsweisenden Logistiksystems: Intelligente Geräte sollten denken lernen und Waren ihren Weg zum Ziel selbst organisieren. Damit war das Internet der Dinge für die Logistik geboren. Längst ist es real, wächst exponentiell. Es treibt die Digitalisierung der Logistik voran und definiert die Grundlagen für Industrie 4.0.

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Die Zukunft des IoT: das Hundehalsband registriert, dass der Hund zum Tierarzt muss und organisiert selbsständig einen passenden Termin.

So holen wir uns die Welt aufs Tablet, in die Produktionshalle, in die Jackentasche, auf unser Smartphone. Das Internet of Things wird Drehscheibe und Schaltzentrale für unser Handeln. Es wird ständig Neues entstehen lassen, das sich am Service-Gedanken und der User-Experience orientiert. Die FAZ hat dazu einen guten Artikel verfasst. Was da steht, ist nur ein paar Jahre alt und teils schon wieder obsolet. Aber, wenn das Hundehalsband registriert, dass der Hund zum Tierarzt muss, die Datenbank der Arztpraxis mit dem Kalender des Hundebesitzers abgleicht und einen Termin vereinbaren kann, ist das schon charmant. 

In der Logistik ist das IoT längst angekommen. Sonst könnten wir die Millionen Container, Paletten oder Spezialgeräte nicht täglich um den Globus bewegen. Diese Systeme steuern sich teils schon selbst und werden es künftig noch viel mehr tun. 14 Billionen US-Dollar, so schätzt Cisco, sollen sich bis 2022 mit dem Internet der Dinge verdienen lassen. Wahrscheinlich werden es noch viel mehr sein. Man denke nur einmal an ein alternsgerechtes Lebensumfeld: Vernetzte Haushaltsgeräte und Sensoren erleichtern alten Menschen das Leben zu Hause enorm. Da sind unglaublich viele Lösungen denkbar. Allein das zeigt: Durch das IoT sind unseren Ideen keine Grenzen mehr gesetzt.

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