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Wie das Salzkammergut Menschenmassen vermeidet

In diesem Jahr ist alles anders. „Corona hat alles verändert.“ Meint Christian Schirlbauer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Dachstein-Salzkammergut.

„Urig, bodenständig, herzlich und stolz auf unsere Herkunft.“ beschreibt der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Christian Schirlbauer, das Innere Salzkammergut, das er das „Ur-Salzkammergut“ nennt.

Headerbild: RudiKainPhotografie

Touristen aus aller Welt reisen an, um Hallstatt, den Gosausee, die „5-Fingers“ Aussichtsplattform, das einzigartige Dachstein-Bergpanorama oder das Salzbergwerk zu bewundern.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. „Corona hat alles verändert.“ Meint Christian Schirlbauer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Dachstein-Salzkammergut. „Die Region Dachstein Salzkammergut lebt vom Tourismus und derzeit können wir gar nichts planen. Kein Adventmarkt und ein ungewohntes, stilles Weihnachtsfest. Kurzfristigkeit, Flexibilität und Spontanität sind angesagt.“

In den vergangenen Jahren wurde der Andrang auf die beschauliche Region immer größer. Probleme mit Overtourism und Parkplatzmangel waren das Resultat. Man möchte aber in Zukunft allen Besuchern die Möglichkeit geben, den Lebensraum Salzkammergut so zu sehen, wie er wirklich ist: traditionell, einzigartig – und friedvoll.

 

Menschenmassen vermeiden

„Wir wollen Touristen von stark besuchten Orten umleiten.“ Gezieltes Lenken der Besucherströme soll dafür sorgen, dass sich die Besucher auf die gesamte Region verteilen - zu sehen und erleben gibt es genug. Um zu den entsprechenden Sehenswürdigkeiten umzuleiten, will man analysieren, welche Bedürfnisse Besucher in der Vergangenheit hatten.

 

Tourismusregionen entlasten

„Meine Vorgänger haben begonnen, sich mit der Analyse von Bewegungsströmen auseinanderzusetzen“, erklärt Schirlbauer, der das Projekt nun fortsetzt. Anonyme Daten und Fakten aus dem Mobilfunknetz zeigen auf, welche Wünsche und Bedürfnisse die Besucher des inneren Salzkammerguts haben. Diese Information sei wichtig für Gastronomie, Hotellerie und Infrastruktur. So kann man Erlebnispakete anbieten – Mountainbiking und Schifahren für die Sportler. Schneespaziergänge und Kulinarik für die Genießer. Gibt die Region die Reihenfolge für Sehenswürdigkeiten vor, vermeidet man zu viele Menschen am selben Ort. Das entlastet Einwohner und Infrastruktur und wirkt auch dem Corona-Virus entgegen.

Die Mobilfunkanalysen stammen aus dem größten Mobilnetz Österreichs. Vollständig anonymisiert lassen sie keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen zu, zeigen aber aus welchen Regionen Touristen kommen, wie lange sie bleiben und welche Orte sie besonders häufig besuchen. „Ich bin vollauf zufrieden mit A1 Mobility Insights. Ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten drei Jahren gemeinsam etwas Erfolgreiches und Zukunftsweisendes auf die Beine stellen“, so Schirlbauer.

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