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5G + AR - ein faszinierendes Duo

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Drohnen im Feuerwehreinsatz

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Fotocredit: ÖAMTC/APA/Hörmandinger

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3 Minuten

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Mehr Verkehrssicherheit dank 5G

5G Network Slicing 5G Verkehr Automotive 5G Use Case

5G wird die Mobilität der Zukunft nicht nur einfacher und effizienter, sondern vor allem auch sicherer machen.

5G wird maßgeblich dazu beitragen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. A1 gibt die Richtung vor.

Alles spricht vom „autonomen“ oder „automatisierten“ Fahren. In Teesdorf kann man nun in die automobile Zukunft eintauchen: A1 stattet eines der acht österreichweiten ÖAMTC Fahrtechnik Zentren mit 5G aus. Damit beginnt eine neue Ära von Test- und Trainingseinheiten, denn die Teilnehmer der Fahrsicherheitstrainings haben in Teesdorf die bisher einmalige Gelegenheit, den Umgang mit neuen, digitalen Technologien und Assistenzsystemen buchstäblich „erfahren“ zu können.

Im Hintergrund leitet das 5G-Netz gerade eine Revolution in der Verkehrssicherheit ein: Fahrzeuge können direkt und automatisiert mit anderen Fahrzeugen, der Infrastruktur und der Cloud kommunizieren und sogar interagieren. So melden sie selbstständig, wenn ein Verkehrshindernis auftritt, und warnen nachkommende Lenker. Man nennt das Vehicle-to-X-Kommunikation (Vehicle-to-Everything) oder auch V2V-Kommunikation (Vehicle-to-Vehicle).

 

Ohne 5G kein digitaler Verkehr

Die Basis für diesen permanenten Daten- und Informationsaustausch ist natürlich ein superschnelles, hochperformantes Netz mit sehr geringen Latenzzeiten. Damit kann 5G maßgeblich zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Erste Schritte in diese Richtung sind bereits gesetzt; neue Modelle sind schon entsprechend vorbereitet, noch heuer sollen die ersten Fahrzeuge mit 5G OnBoard Units ausgestattet bzw. bereits vorhandene Module aktiviert werden.

Doch wie bei allen Novitäten müssen sich die Menschen erst einmal an den Umgang damit gewöhnen. Hier kommt das neue 5G-Netz im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum in Teesdorf ins Spiel: Dort kann man nun „live“ alle neuen und auch künftige Sicherheits- und Komfortfeatures im Auto testen, die mit 5G zusammenhängen. Eine wertvolle Unterstützung für Menschen, die beispielsweise den Kauf eines neuen Fahrzeugs überlegen, aber vielleicht vor der Technologie zurückschrecken – und auch für Führerscheinneulinge ein wichtiges „Test-Terrain“, auf dem sie im Zuge der Mehrphasen-Ausbildung unter realen Bedingungen lernen können.

Fotocredit: ÖAMTC/APA/Hörmandinger

„5G ebnet gemeinsam mit anderen Technologien den Weg, intelligente Verkehrssysteme über die Vernetzung von Fahrzeugen mit der Umgebung zu implementieren." ÖAMTC Direktor Oliver Schmerold // Fotocredit: ÖAMTC/APA/Hörmandinger

Sicherheit erhöhen

Das neue 5G-Netz kann aber noch mehr: Es bietet beispielsweise eine hoch flexible Nutzung der 5G-Infrastruktur, die es ermöglicht, die Bandbreite an einem Standort unterschiedlich bereitzustellen („Priorisierung von Netzressourcen“). Ein Projekt am Flughafen Wien zeigt, wie dieses „Network-Slicing“ in der Praxis funktioniert. Das wird auch ein wesentlicher Faktor sein, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer künftig über 5G zu gewährleisten – beispielsweise dann, wenn bei Unfällen oder Einsatzfahrten eigene Fahrstrecken für die Blaulicht-Fahrzeuge freigehalten werden müssen und deren Kommunikation prioritär behandelt werden soll.

Wie weit sind wir schon?

Bleibt die Frage: Wie weit sind wir eigentlich beim automatisierten Fahren? Level 1 haben wir schon erreicht, unsere Autos unterstützen mit automatischer Distanzregelung oder Notbremsassistent. Im Level 2 können Fahrzeuge teilautomatisiert fahren, also beim Beschleunigen, Lenken und Bremsen unterstützen – etwa im Stau. Auch Einparken können Autos schon von selbst. Doch der nächste Schritt ist der größte: Im Level 3 kann ein Fahrzeug automatisch Überhol- und Ausweichmanöver einleiten, Gas geben und bremsen. Der Fahrer muss aber ständig in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs wieder zu übernehmen. Einige der neuesten Modelle haben die Technologie dazu schon an Bord. Die nächsten Schritte, also das vollautomatisierte Fahren (Level 4) – Stichwort: „Robo-Taxi“ – oder das autonome Fahren (Level 5), bei dem dann auch das Fahrzeuginnere ganz neuen Anforderungen entspricht, sind noch weit weg von der Massentauglichkeit. Aber diese Dinge werden kommen. Und damit das alles Realität werden kann, ist vor allem eines erforderlich: eine superschnelle Verbindung von unzähligen Teilnehmern am Verkehrsgeschehen. Fußgänger, Radfahrer, Autos, Busse, Straßenbahnen, ja sogar Tiere müssen sich gegenseitig „erkennen“, nur dann können die Fahrzeuge die richtigen „Entscheidungen“ treffen. Giganten wie Alphabet (Google) sind schon mit Feuereifer dabei; so kooperiert die Alphabet-Ausgründung Waymo mit Autoproduzenten, aber auch mit Fahrdienstleistern wie Lyft. Um den neuen Technologien in der Mobilität den Weg zu ebnen, ist A1 Mitglied der 5G Automotive Association (5GAA) – einer globalen, branchenübergreifenden Organisation von Unternehmen aus der Automobil-, Technologie- und Telekommunikationsbranche (ICT), die gemeinsam End-to-End-Lösungen für zukünftige Mobilitäts- und Transportdienstleistungen entwickelt. Damit ist A1 stets an vorderster Front in der Fahrzeug-Digitalisierung.

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