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Musikevolution #1 – Die Klassik und Steinzeit

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If you just smile…

Das erste Lächeln oder Lachen unseres Babys erfüllt uns mit einem großem Glücksgefühl, denn dies ist ein denkwürdiger Moment. Dabei lächeln Embryos schon im Mutterleib, um ihre Mimik zu üben. Wir lieben es, Menschen zu betrachten, die herzhaft lachen, denn der Klang von Gelächter ist ansteckend. Und sind wir uns ehrlich: es gehört viel mehr gelacht. Denn Lachen ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern macht das Leben rundum schöner. Darum lohnt es sich immer, so oft wie möglich zu lächeln: 9 Fakten über die schönste Form der Mimik.

1. Schütte Glückshormone aus!

(c) A1 / Jolly Schwarz

Eine Minute Lächeln zwischendurch hebt nachweisbar und fühlbar die Stimmung. Die Gesichtsmuskeln wandern zur Nase und Nervenpunkte werden aktiviert, die an das Gehirn die Aufforderung senden: „Schütte Glückshormone aus!". Gleichzeitig wirkt Lächeln angeblich wie ein kleines Lifting. Tränensäcke verschwinden und die Haut im Gesicht wird straffer. Bei einem herzhaften Lachen wird die Muskulatur besser durchblutet, die Atmung normalisiert sich, die Kreativität wird gefördert und das Immunsystem gestärkt. Endorphine werden ausgeschüttet und der Körper bekommt eine Sauerstoffdusche.

2. Kinder machen es vor

Bevor ein Mensch überhaupt zu Sprechen beginnt, lacht er bereits. In der fünften oder sechsten Lebenswoche beginnen Neugeborene zu lächeln. Ab dem vierten oder fünften Monat lachen Kinder schon herzhaft. 400 Mal lachen Kinder durchschnittlich am Tag. Im Vergleich: Erwachsene tun es nur noch 20 Mal täglich, was in Summe etwa sechs Minuten entspricht. Die gute Nachricht für Erwachsene: Kinderlachen steckt an. Wer mit ihnen zusammen ist, lacht häufiger.

3. Lachyoga - echt jetzt?

Lachen und Humor sind trainierbar. Nicht umsonst gibt es Humortrainings, Lachyoga und Lachseminare, in denen vorhandenes Potential erfolgreich aktiviert wird und Stress nachhaltig abgebaut werden kann. Tipps für's Training im Alltag: 1. Die Mundwinkeln 60 Sekunden lang nach oben ziehen. 2. Tief Luft holen und bei jedem Ausatmen vor sich hin kichern. 3. Jeder hat eine Erinnerung oder einen Gegenstand, der ihn zum Lachen gebracht hat, sei es ein Buch oder eine Filmsequenz. In Zeiten, in denen man nicht so gut drauf ist, sollte man sich diese Videos oder Bilder anschauen.

4. Typisch Mensch

Lachen und Lächeln - in allen Kulturformen sind das wichtige Ausdruckselemente. Menschen können damit Freude zeigen und Konflikte entschärfen, meint die Evolutionsforschung, das Lächeln steht für unaggressive Kommunikation. Es rüstet innerlich ab und sorgt für eine entspannte, vertrauensvolle und freundliche Stimmung. Gibt es neben dem Menschen andere Lebewesen, die über diese Ausdrucksform verfügen? Ja, in seinen Grundzügen existiert es auch bei unseren nächsten Verwandten: dem Menschenaffen. Doch so mancher hat auch einen Hund der eindeutig lächeln kann.

5. Wir lieben Smiley 🙂

Die Geschichte des Smileys beginnt im Jahr 1963. Designer Harvey Ball, der 1959 seine eigene Firma gegründet hat, erhält einen Auftrag der Versicherungsgesellschaft "State Mutual Life Assurance Cos. of America". Balls Aufgabe: Einen Ansteckbutton entwerfen, der die Angestellten während der Arbeit zum Lächeln motivieren. Binnen zehn Minuten zeichnet er einen gelben Kreis, setzt darin zwei Punkte und einen weiteren "lächelnden" Halbkreis: Der Smiley war geboren! Balls Honorar: 45 Dollar. Ein Hungerlohn angesichts des riesigen Erfolgs des kleinen Buttons. 1999 stieß Ball den World Smile Day an: Jeder erste Freitag im Oktober sollte fortan auf der ganzen Welt dem Lächeln und freundlichen Taten gewidmet sein.

6. Ist es fake?

Der Schauspieler Tom Cruise ist bekannt für sein hinreißendes Lächeln – aber ist es echt? Die meisten können instinktiv unterscheiden: Schenkt mir jemand ein echtes Lächeln? Oder ist es aufgesetzt und angestrengt? Der französische Psychologe Guillaume-Benjamin Duchenne wollte es schon im 19. Jahrhundert ganz genau wissen. In seiner Untersuchung «Mécanisme de la Physionomie Humaine» stellt er fest: Beim ehrlichen Lächeln werden nicht nur die Mundwinkel nach oben gezogen, vielmehr bilden sich zugleich in den Augenwinkeln kleine Fältchen. Dahinter stecken unwillkürliche Kontraktionen des großen Jochbeinmuskels (Musculus zygomaticus major) und des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi). Ein vorgetäuschtes Lächeln wird dagegen willentlich vom Großhirn kontrolliert, das die Augenmuskeln nicht steuern kann.

7. Automatisch ansteckend

Ein echtes Lächeln tut nicht nur uns selbst gut, auch unsere Mitmenschen profitieren. Dafür sind Spiegelneutronen (Nervenzellen) verantwortlich, die im motorischen Zentrum des Gehirns sitzen. Sie sorgen dafür, dass andere Menschen unseren Gesichtsausdruck nachmachen. Weiterer positiver Effekt: Lachen fördert das Gedächtnis. Wer etwa 30 Minuten nach einer Lerneinheit ausgiebig lacht, merkt sich das Gelernte besser.

8. Höhere Lebenserwartung

In einem bekannten Experiment klemmen Probanden während der Betrachtung eines Cartoons einen Bleistift zwischen ihre Zähne. Allein der Einsatz der Gesichtsmuskulatur bringt die Teilnehmer zum Grinsen, denn die Wirkung des Bleistifts kommt einem stimmungsaufhellenden Medikament gleich. Der Versuch zeigt, dass eine aufgesetzte freundliche Miene die Laune bereits deutlich heben kann. Dem Gehirn ist es offensichtlich egal ob aus purer Freude oder aber grundlos gelächelt wird. Ein billiges Antidepressivum, das zudem die Lebenserwartung erhöht. Im Durchschnitt leben humorvolle Menschen um ganze fünf Jahre länger, als humorlose.

9. Berührend mit Nat King Cole

Der berühmte Song von Nat King Cole "Just Smile and the world belongs to you" ging in die Musikgeschichte ein. Obwohl er etwas wehmütig daher kommt, ist er ein echter Klassiker und zaubert jedem ein Lächeln aufs Gesicht.
Die Lyrics:
Smile though your heart is aching
Smile even though it's breaking
When there are clouds in the sky, you'll get by
If you smile through your fear and sorrow
Smile and maybe tomorrow
You'll see the sun come shining through for you
Light up your face with gladness
Hide every trace of sadness
Although a tear may be ever so near
That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying?
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile
That's the time you must keep on trying
Smile, what's the use of crying?
You'll find that life is still worthwhile
If you just smile

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