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1 Jahr Home Office: Mein Fazit

So aufgeräumt hätte ich mein Home Office gerne, tatsächlich befindet es sich aber jede zweite Woche am Esstisch...

Vor gut einem Jahr, nämlich am 13. März 2020, wurde der erste Lockdown in Österreich angekündigt. Drei Tage später, nämlich mit 16. März war er dann wirksam. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl der Angst, aber auch an die Hamsterkäufe und die Bilder von leergeräumten Regalen. Hals über Kopf sind viele von uns ins Home Office übersiedelt (worden) und teilweise sogar bis heute beinahe durchgehend geblieben. Doch was macht das mit uns? Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber das Home Office bringt natürlich viele Vor- und Nachteile mit sich. Ich habe daher mal reflektiert und mein ganz persönliches Fazit gezogen.

Die Ausgangslage

Ich kann mich noch genau erinnern, als es letztes Jahr plötzlich hieß, "Home Office machen, wo es möglich ist". Ich hätte mir bis zu diesem Zeitpunkt nie träumen lassen, dass wir mal überhaupt in so eine Situation kommen. Mein Freund wurde auf Anweisung seines Arbeitgebers ebenfalls ins Home Office übersiedelt, allerdings musste er sich mit einem Kollegen abwechseln und somit alle zwei Wochen physisch im Büro anwesend sein. Ich war von Anfang an durchgehend im Home Office. Wir leben in einer 80m2 Wohnung und haben glücklicherweise ein eigenes Arbeitszimmer mit Schreibtisch und zusätzlichem Monitor. Somit war die Arbeitsplatz-Frage bei uns relativ schnell geklärt. Für die Tage, wo wir beide im Home Office sind, wechseln wir uns ab, sodass jeder mal das Büro für sich hat. Im Großen und Ganzen bin ich recht froh darüber, wie es sich bei uns ergeben hat. Denn dadurch, dass mein Partner wochenweise im Büro ist, fällt man sich auch weniger schnell auf die Nerven und ich habe regelmäßig die Wohnung für mich.

Die Vorteile

Ein großer Vorteil des Home Office ist für mich eindeutig die Tatsache, dass ich mir lange Wegzeiten erspare. Da ich normalerweise von Niederösterreich nach Wien pendle, bin ich für einen Weg schon gut und gerne 45 Minuten bis 1 Stunde mit den Öffis unterwegs. Diese Zeit fällt jetzt natürlich weg, ebenso wie die Zeit, bis die Kleidungsfrage ("Ich habe nichts zum anziehen!") geklärt ist. Weitere Ersparnis: Das Styling im Bad geht natürlich deutlich schneller. Da bleibt also ausreichend Zeit um länger im Bett liegen zu bleiben, morgens mal ausgedehnt zu frühstücken oder eine Yoga-Session einzulegen. Mit Quality Time gleich am Morgen starte ich dann auch besser gelaunt in den Tag als wenn ich mich stressen muss, um den Zug noch rechtzeitig zu erwischen. Durch das Home Office kommt mir außerdem vor, sind die Zeiten, wo man sich hundemüde aus dem Bett gequält und den Wecker verflucht hat, so gut wie vorbei.

Das Arbeiten an sich geht (mit wenigen Ausnahmen) online genauso gut wie offline. Speziell Microsoft Teams ermöglicht das einfache Zusammenarbeiten mittels Screensharing und Steuerungsübergabe. Da wir bei A1 manchmal an einem Tag sehr viele Meetings haben, gelingt natürlich auch das Umsteigen per Mausklick schneller als es im realen Office-Life überhaupt möglich wäre.

Die Nachteile

Manche Aspekte des täglichen Arbeitslebens bleiben im Home Office leider auf der Strecke. Der informelle Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel kommt über Videocalls einfach zu kurz. Manchmal habe ich das Gefühl, nichts mitzubekommen oder keinen Anschluss zu haben. Das wäre, wenn ich im Büro sitzen würde, doch anders da man Gespräche zumindest beiläufig mitbekommt. Auch für Teambuilding ist es natürlich schwierig, wenn man sich gar nicht bzw. nur virtuell sieht. Ich arbeite noch nicht allzu lange in meiner jetzigen Position und unterstütze auch zwei Teams. Daher habe ich viele meiner Kolleginnen, mit denen ich tagtäglich zusammenarbeite, eigentlich noch nie in echt gesehen. Das ist schon eine sehr ungewöhnliche Situation und wäre wohl vor der Pandemie undenkbar gewesen.

Natürlich bringt permanentes Home Office aber auch andere Herausforderungen mit sich. Zum Beispiel verschwimmen die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem immer mehr. Die räumliche Trennung zwischen den beiden Instanzen ist durch die neue Entwicklung natürlich ebenfalls nicht mehr in der üblichen Form gegeben. Die Folge: Viele Menschen können zuhause schlechter abschalten, Erschöpfung und psychische Belastung bis hin zu Depressionen sind die Folge. Ganz so dramatisch ist die Lage bei mir glücklicherweise nicht. In Zeiten, wo ich am Küchentisch arbeite, hilft es mir, den Laptop nach der Arbeit wegzuräumen und auch das Firmenhandy mal auszuschalten. Frei nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Dennoch ist es wichtig, sich diese Aspekte bewusst zu machen und verstärkt auf Erholungsphasen und die Trennung von Beruflichem und Privatem zu achten.

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