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Mobbing

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Soziale Verantwortung

Mit Instagramfilter gegen Mobbing

Instagram

Das Internet ist schon lange kein reiner Ort für sozialen Austausch, sondern trägt vermehrt zur Verbreitung von verschiedensten Hasskommentaren und Mobbing bei. Dabei kann bereits ein unüberlegter Gedanke tiefe Narben hinterlassen. Oftmals reichen nur wenige Klicks aus, um Personen psychisch enorm zu belasten. Neben Promis und Influencern sind gerade auch Kinder und Jugendliche von Hate-Speech im Netz betroffen. Instagram startet einen neuen Versuch und sagt Rassismus, Hate, Mobbing aber auch Sexismus den Kampf an.

Wer in letzter Zeit bei Instagram genauer hingesehen hat, bemerkt bereits einige neue Features der Facebook eigenen Foto- und Video-Sharing-Plattform. Anstelle der Swipe-Up-Funktion in den Storys gibt es bei einigen Accounts sogenannte Link-Sticker. Die neue Variante für das Verlinken von Webseiten soll besser dem Nutzerverhalten der Userinnen und User entsprechen als die bisherige Swipe-Up-Variante. Viel interessantere Funktionen, aber mehr im Verborgenen, wurden seit der Umstellung in Österreich auch die Anti-Mobbing-Funktionen ausgeweitet. Somit sollen Mobbingopfern aber auch Personen, die spezielle Inhalte nicht sehen möchten, mehr Kontrolle über ihr Instagram-Erlebnis gegeben werden. Unangebrachte und gar beleidigende Kommentare können nun mit ein paar Einstellungen verborgen werden. Wir zeigen euch die neuesten Features gegen Mobbing, die es ab sofort auf Instagram gibt.

Instagramfilter

Kein Platz für Mobbing– setze Limits!

Wer einem Profil gar nicht oder erst seit kurzem folgt, ist tendenziell eher dazu verleitet, einer anderen Person Hasskommentare zu schicken. Mit der neuen Funktion Limits, sprich Limitieren-Funktion, können Userinnen und User selbst entscheiden, wer ihnen eine Nachricht schicken sowie Beiträge kommentieren kann und wer nicht. Somit können mit der Einstellung plötzliche Hassangriffe oder Mobbingattacken auf eine Person verhindert werden. Ist hingegen eine Person wirklich an deinen Inhalten interessiert und folgt dir schon etwas länger, kann sie weiterhin mit dir kommunizieren.

So geht’s:

  • Gehe auf Einstellungen
  • Privatsphäre
  • Limitieren
  • Wähle aus, wer und wie lange bestimmte Konten limitiert werden sollen

Mit Hidden Words Feature gegen Mobbing

Mit dem Hidden Words Feature werden hingegen bestimmte Wörter aber auch Emojis identifiziert und blockiert. Somit werden missbräuchliche Direkt-Messenger-Anfragen im Vorhinein gefiltert und Nachrichten mit den jeweiligen Wörtern verborgen. Entsprechende Nachrichten landen in einem versteckten Ordner, der nie geöffnet werden muss, wenn man es selbst nicht möchte. Spam oder auch Anfragen, die eine geringe Qualität aufweisen, werden zusätzlich herausgefiltert. Die Nachrichten können anschließend ungelesen zur Überprüfung an Instagram gemeldet werden.

Instagram verfügt selbst über eine Hidden Word Liste. Mit dieser Funktion können am eigenen Profil weitere Wörter hinzugefügt werden, die nicht gegen die Instagram Regeln verstoßen. Somit sollen Personen selbst entscheiden können, welche Inhalte ihnen ausgespielt werden können und welche nicht. Die Funktion wurde bereits in Deutschland getestet, nun wurde sie aber weltweit ausgerollt.

So geht’s:

  • Gehe auf Einstellungen
  • Privatsphäre
  • Kommentare
  • Manueller Filter
  • Gebe Formulierungen, Emojis oder Begriffe an, die verborgen werden sollen

Bist du dir sicher, dass du das posten möchtest?

Sich selbst in Szene zu setzen und von seiner privatesten Seite zu zeigen, kann einige Nachteile mit sich bringen. Besonders, wenn viele Kinder und Jugendliche ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung durch Likes und Kommentare beziehen. Ein schnell geschriebener und unüberlegter Kommentar unter einem Posting kann ungeahnte Folgen haben. Instagram-Userinnen und User sollten sich daher immer vor Augen führen, dass Hass keine Meinung ist. Mit der dritten Sicherheitsneuheit bietet die Plattform eine Kommentar-Warn-Funktion.

Das neue Feature spielt bereits Warnungen aus, wenn eine Person versucht, ein potentiell anstößiges Kommentar zu posten. Wiederholen sich solche Kommentare, so spielt Instagram noch stärkere Warnhinweise aus. Die Testphase des Features hat bereits gezeigt, dass durch die Warnungen Personen eher davon abgehalten waren, Verletzendes zu posten. In den letzten Wochen wurden somit durchschnittlich eine Millionen Warnungen pro Tag zu einem entsprechenden Kommentar abgegeben (Quelle: instagram.com). Die Hälfte dieser Personen hat daraufhin das ursprüngliche Kommentar überarbeitet oder sogar gelöscht.

Mit A1 Digital Campus fit im Internet

Instagram, Snapchat, WhatsApp und Co – das Internet ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Darum ist es wichtig, das Verständnis für digitale Medien bei ihnen, aber auch bei ihren Eltern, sowie bei Pädagoginnen und Pädagogen zu schärfen. Der A1 Digital Campus bietet für Kinder und Jugendliche neben zahlreicher Workshops zum Thema „Coding“, „Robotik“ oder „Media & Design“ auch kostenlose Online Kurse an, wo den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der richtige Umgang mit der digitalen Welt näher gebracht wird.

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