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300.000 km/s: Was man über den Glasfaser-Ausbau wissen sollte

Der Glasfaser-Ausbau macht Österreich fit für die Zukunft und ist gleichzeitig eine wertvolle Investition in die (digitale) Infrastruktur des Landes.

Im Internet mit nahezu Lichtgeschwindigkeit surfen: Das bietet das Glasfasernetz. Aber brauche ich das wirklich? Was macht einen „echten“ Glasfaseranschluss aus? Und wie komme ich zu einem? Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Ausbau des Glasfasernetzes von A1.

MEINE VORTEILE

Was bringt mir Glasfaser persönlich?
Wie wäre dein Zuhause ohne Wasser-, Strom- oder Kanalanschluss? Es wäre wohl nicht mehr so gemütlich. Dasselbe gilt bereits beim Breitband-Internetanschluss. Er ist aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Das Glasfasernetz ist ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge. Es gehört zur notwendigen Infrastruktur dazu. Es deckt die Bedürfnisse der aktuellen Informationsgesellschaft ab. Hochauflösendes Streaming, Gaming, Arbeiten im Homeoffice … Immer mehr Anwendungen erfordern hohe Up- und Downloadraten. Dank Glasfaser kann die dafür erforderliche Leistung erbracht werden. „Bandbreite ist nicht mehr das limitierende Thema“, erklärt Jochen Ohnewas-Schützenauer, A1 Pressesprecher. „Mit Glasfaser haben Kund:innen die völlige Freiheit, welche Anwendungen sie nutzen wollen.“

 

Warum ist Glasfaser zukunftssicher?
Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Treffen wir uns dann alle im Metaverse, in dieser virtuellen 3D-Welt? Gehen wir dann nicht mehr auf ein Konzert, sondern sind dort mittels Virtual-Reality-Brillen live dabei? „Wir wissen noch gar nicht, was die nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahre bringen werden“, so Jochen Ohnewas-Schützenauer. „Was wir allerdings wissen: Mit dem A1 Glasfasernetz haben alle die Möglichkeit, dabei zu sein.“ Die Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre haben gezeigt: Der Bedarf an Bandbreite steigt stetig. Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, basierte der Content meist nur auf Texten. Und heute? Hochauflösende Filme, Cloudnutzung, Videocalls. Glasfaser ist die Datenautobahn des 21. Jahrhunderts. „Sie ist die Basis für all die Anwendungen, die das Internet in den nächsten Jahrzehnten prägen werden“, meint Jochen Ohnewas-Schützenauer. Daher sollte das Motto lauten: Heute mit einem direkten Glasfaseranschluss (FTTH) schon an die Bandbreite von morgen denken – vor allem, wenn man eine eigene Immobilie besitzt. „Deren Wertsteigerung ist durch die Glasfaser eigentlich vorprogrammiert“, so Kurt Schlager, Head of Fiber bei A1, im Podcast #ConnectLife.

Bei Zukunftssicherheit sollte in Zeiten des Klimawandels der Fokus auch auf Ökobilanz und CO2-Emissionen liegen. Das Glasfasernetz ist im Vergleich zu anderen Übertragungsmethoden (Mobilfunk, Kupfer) am effizientesten. Es hat eine bessere Ökobilanz. Bei der Datenübertragung verursacht es die wenigsten Emissionen.

Wie profitieren Wirtschaft und Gemeinden?
„Eine gut ausgebaute Datenverbindung ist eine der zentralen Zukunftsfragen für das ganze Land – für die Ballungsräume und den ländlichen Raum“, so Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes. Die digitale Infrastruktur schafft neue Arbeitsplätze und verhindert Abwanderung. Der Breitbandausbau schließt die „digitale Kluft“ zwischen Großstadt und Dorf. Er steigert die Attraktivität von ländlichen Regionen. Zu diesem Ergebnis kommt auch die A1 Bürgermeister:innen Studie 2021: Neun von zehn befragten Bürgermeister:innen sehen durch den Einsatz von Digitalisierung deutliche Wachstumspotenziale für ihre Gemeinde. Ebenso viele sehen im Glasfaserausbau die Schaffung einer nachhaltigen Infrastruktur, von der auch die nächste Generation profitiert. „Investitionen in die Digitalisierung sind ein wesentlicher Impuls für die österreichische Wirtschaft: Sie sichern Arbeitsplätze, beleben die Innovationskraft und schaffen langfristig Wettbewerbsvorteile“, so A1 CEO Marcus Grausam.

Die Glasfasern werden in einem Röhrchen zu einem Bündel zusammegefasst. Mehrere dieser Bündel ergeben dann schließlich das Glasfaserkabel.

DIE TECHNIK

Was ist Glasfaser eigentlich?
„Glasfaser ist das Material, aus dem wir das Netz der Zukunft bauen“, so Jochen Ohnewas-Schützenauer. Eine Glasfaser (auf Englisch: Fiber) besteht aus Quarzglas. Sie ist ein lediglich 125 Mikrometer dicker Lichtwellenleiter – in der Dimension vergleichbar mit einem menschlichen Haar. Signale werden über Lichtteilchen (Photonen) – und nicht wie herkömmlich über Elektronen – über weite Strecken übertragen. Dazu erzeugen Laserdioden optische Signale, die durch die Glasfaser wandern. Obwohl: Sie wandern nicht, sie rasen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit über die Datenautobahn. Um Glasfaser herzustellen, werden aus einer Glasschmelze dünne Fäden gezogen und weiterverarbeitet. Um diesen Kern wird ein Mantel gelegt (Cladding), der die Führung der Lichtwellen übernimmt. Die Signale können durch den unterschiedlichen Brechungsindex den Kern nicht verlassen. In Faserrichtung jedoch kann sich das Licht nahezu ungehindert ausbreiten.

 

Wie ist ein Glasfaserkabel aufgebaut?
Das Wort Glas verrät es schon: Das Material der Faser ist grundsätzlich recht spröde. Es kann leicht brechen. Erst der Außenmantel (Primärcoating) verleiht ihr – aufgrund seiner Beschaffenheit aus Kunststoff – die nötige Biegsamkeit und Robustheit. Zwölf Glasfasern werden in einem Röhrchen zu einem Bündel zusammengefügt, das ebenfalls ummantelt wird. Und mehrere dieser Bündel ergeben schlussendlich das Glasfaserkabel. Bei A1 sind maximal 144 Glasfasern in einem Kabel.

 

Was macht Glasfaser besser als das bisherige Kupfernetz?

  • Geschwindigkeit ist nun keine Hexerei: Die optische Datenübertragung (Glasfaserkabel) ist deutlich schneller als die elektronische (Kupferkabel).
  • „Die Bandbreite ist im Glasfaserkabel massiv höher“, so Kurt Schlager. Und zwar für Download und Upload. Das Resultat: ultraschnelles Internet.
  • Mit Lichtwellen können größere Entfernungen ohne Signalverluste überbrückt werden. Bei einem Kupferkabel gilt: Je länger es ist, desto größer sind die dämpfenden Effekte und desto geringer ist die nutzbare Kapazität.
  • Glasfaserkabel sind unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störeinflüssen.
  • Auf der anderen Seite strahlt Glasfaser keine Signale aus, es ist besonders abhörsicher.
  • Glasfasernetze sind leichter, dünner und langlebiger als Kupferleitungen.
  • Im Vergleich zu Kupferleitungen verbrauchen Glasfasernetze deutlich weniger Strom.

Mittels Layjet können bis zu 3.000 Meter Glasfaserkabel am Tag verlegt werden - das ist das Zehnfache im Vergleich zum herkömmlichen Bagger.

Wie weit ist das Glasfasernetz in Österreich bereits ausgebaut?
„Beim Glasfaserausbau in Österreich geht einiges voran“, erklärt Marcus Grausam. Mit mehr als 67.000 Kilometern ist das A1 Glasfasernetz bereits das mit Abstand größte Breitbandnetz Österreichs. Allein durch A1 sind bereits knapp 600.000 Haushalte an das Glasfasernetz angebunden. „Dennoch: Es gibt noch viel zu tun. Und genau da übernehmen wir als A1 Verantwortung“, so Marcus Grausam weiter. Das Glasfasernetz wird kontinuierlich größer: Allein im ersten Halbjahr 2022 sind 3.000 Kilometer hinzugekommen. „Wir investieren jährlich mehr als 500 Millionen Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur, damit alle in Österreich in den Genuss von Glasfaser kommen“, erläutert Marcus Grausam. Damit ist A1 der größte Investor in die digitale Infrastruktur Österreichs. Auch wenn schon mehr als 95 Prozent aller Gemeinden zumindest einen Anschluss zum A1 Glasfasernetz haben – nun geht es vor allem um die sogenannte letzte Meile, die direkte Verlegung von Glasfaser in die Wohnung.

 

Wie entsteht das Glasfasernetz von A1?
Erklärtes Ziel von A1 ist, dass alle in Österreich von den umfassenden Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren können. Deshalb wird besonders darauf geachtet, dass nicht nur Ballungsräume, sondern auch ländliche Regionen erschlossen werden. Für weitere Strecken setzt A1 eine besondere Technologie ein: den Layjet. Damit können Leerverrohrungen für Glasfaserkabel rasch und einfach im Straßenbankett verlegt werden. Der Layjet kann bis zu 3.000 Meter Glasfaserkabel am Tag verlegen. Das ist das Zehnfache im Vergleich zur herkömmlichen Methode mittels Bagger. „Die Verkehrsbehinderung wird minimiert, die Anrainer:innen werden weniger gestört, die Schmutzentwicklung ist äußerst gering“, erklärt Erich Sztarisch, Key Account Manager Layjet.

FTTH, FTTB und FTTC? Auf den letzten Buchstaben kommt es an! Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anschlüssen erklärt die Infografik.

Was macht einen „echtenGlasfaseranschluss aus?
Bei all den Vorteilen von Glasfaser – irgendwann kommt der Punkt, an dem die optischen Signale in elektrische Signale umgewandelt werden müssen. Für eine möglichst verlustfreie und störungsarme Signalübertragung sollte dieser so spät wie möglich kommen. Oder anders ausgedrückt: so nah wie möglich am Router liegen. Folgende Begrifflichkeiten in Sachen Glasfaser unterscheiden wir:

  • FTTH – Fiber to the Home: „FTTH ist unsere klare Zielstrategie. Das bedeutet, die Glasfaser kommt direkt in die Wohnung und hat dort eine Abschlussdose“, erklärt Kurt Schlager. Das ist die mit Abstand stabilste Art des Glasfaseranschlusses, die auch die höchsten Bandbreiten ermöglicht.
  • FTTB – Fiber to the Building: Davon spricht man, wenn ein Mehrfamilienhaus zwar über einen Glasfaseranschluss verfügt, die Glasfaser jedoch beispielsweise im Keller oder in einem Technikraum endet. Die einzelnen Wohnungen hingegen sind ab dort wie herkömmlich mit einem Kupferkabel verbunden. „FTTB ist für uns eine Übergangstechnologie“, meint Kurt Schlager. „Sie ermöglicht nach wie vor hohe Bandbreiten – aber in der Zukunft werden wir das weiter auf FTTH ausbauen.“
  • FTTC – Fiber to the Curb: Wie der Name schon verrät, endet die Glasfaser hier schon am Gehsteig bzw. in den dort positionierten grauen Verteilerkästen. Hier erfolgt bereits die Einleitung ins Haus über Kupferkabel. Der Anschluss ist anfälliger für Störungen und Leistungsschwankungen. Diese merkt man besonders, wenn mehrere Nachbar:innen gleichzeitig große Datenmengen (Videostreaming, Onlinegaming etc.) laden.

 

Ist bei mir ein Glasfaseranschluss mittels FTTH möglich?

Grundvoraussetzung für einen Glasfaseranschluss bis direkt in die Wohnung ist, dass das Zuhause auch in einem Ausbaugebiet von A1 liegt. „Der Osten und Süden von Österreich ist derzeit unser Fokus. Warum? Weil wir im Westen schon sehr stark vertreten sind“, so Kurt Schlager. In welcher Region oder Gemeinde das Glasfasernetz aktuell erweitert wird, hängt von vielen Faktoren ab. Häufig liegen diese auch nicht im Einflussbereich von A1. Solltest du in einem Ausbaugebiet wohnen, hast du wahrscheinlich bereits Post von A1 erhalten. Denn sobald feststeht, wo ausgebaut wird, bekommen alle Bewohner:innen der ausgewählten Straßenzüge per Post alle wichtigen Infos. Du kannst aber auch online überprüfen, ob bei dir Glasfaser schon verfügbar ist – und zwar mit der Standortabfrage auf der A1 Website. Prüfe einfach die Verfügbarkeit an deiner Adresse.

Mit den richtigen Expert:innen an der Hand gelingt der Glasfaseranschluss für das eigene Heim ganz einfach.

In 4 Schritten zu (m)einem FTTH-Anschluss

  • Information: Die grundsätzlichen Informationen auf dieser Seite reichen noch nicht? Die Expertinnen und Experten im A1 Glasfaser Live Shop beantworten dir weiterhin offene Fragen gerne via Telefon, Chat, Videotelefonie – bequem von zu Hause aus (zwischen 9 und 20 Uhr).
  • Planung: Eine A1 Beraterin oder ein A1 Berater klärt in einem persönlichen Gespräch mit dir alle technischen Gegebenheiten und finanziellen Rahmenbedingungen vor Ort.
  • Installation: Wenn du einen FTTH-Anschluss bestellst, kannst du entscheiden, ob du die notwendigen Vorbereitungsarbeiten selbst durchführen oder A1 damit beauftragen willst. Bei einem Einfamilienhaus zählen dazu etwa die Leerverrohrung im Garten, die Mauerdurchführung bis hin zur Möglichkeit für die Verlegung des Glasfaserkabels bis zum Anschlusspunkt, der idealerweise im Wohnzimmer angebracht wird. Die A1 Expert:innen installieren daraufhin die Verbindungsbox und verlegen das Glasfaserkabel. Die ONT-Box, das notwendige Abschlussgerät, lässt sich in wenigen Handgriffen selbst montieren. Zuletzt muss daran nur mehr der WLAN-Router angeschlossen werden.
  • Aktivierung: Im letzten Schritt erfolgt die Aktivierung des A1 Glasfaseranschlusses.

 

Neubau: Warum sollte Glasfaser von Beginn an eingeplant werden?

Ein Neubau ist in jeder Hinsicht ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Es ist ein Projekt, bei dem man sehr langfristig denken sollte, immerhin baut man für die nächsten Jahrzehnte. Damit das Internet im neuen Zuhause zukunftsfit ist, sollte man Glasfaser gleich bei der Planung mitdenken: Die Verlegung direkt beim Neubau ist wesentlich günstiger und einfacher als ein nachträglicher Anschluss. „Jede Hausverwaltung und alle Hausbesitzer:innen tun sehr gut daran, heute schon Glasfaser einzuleiten“, meint Kurt Schlager.

Welche Hardware wird beim Glasfasernetz benötigt?

„Der Glasfaserausbau ist für A1 ein Aufwand, weil wir ja nicht nur die Kabel tauschen. Wir modernisieren nicht nur die bestehende Kupferinfrastruktur und erweitern das Glasfasernetz, wir tauschen auch in unseren Hauptknoten und Vermittlungsstellen das aktive Equipment – und dadurch braucht es einiges an Zeit“, erklärt Kurt Schlager. Eine kurze Erläuterung ausgewählter notwendiger Hardware für den Glasfaserausbau:

  • ARU, Access Remote Unit: Das sind die grauen Kästen, die am Straßenrand oder Gehsteig stehen. Bei FTTC gehen die Glasfaserkabel bis dorthin. Über die ARUs wird das Netz zu den einzelnen Gebäuden verteilt.
  • DSLAM, Digital Subscriber Line Access Multiplexer: Das ist das Netzabschlussgerät für Glasfaser bei FTTB. Von diesem „Verteilerkasten“ aus werden die einzelnen Wohneinheiten nur mehr über Kupferkabel versorgt.
  • ONT, Optical Network Termination: Das sind die sogenannten Netzabschlussgeräte, die am Ende der Glasfaserleitung montiert werden. Bei FTTH wäre dies im besten Fall im Wohnzimmer. In der ONT-Box werden die optischen Lichtsignale in elektrische Signale umgewandelt. Über ein kurzes Kupferkabel geht es dann zum Router.

Wenn du dich für einen Glasfaseranschluss (FTTH) entschieden hast, erhältst du von A1 auch einen neuen Router. Dieser wird einfach an die ONT-Box angesteckt.

 

 

Glasfasernetz: Muss ich dann auch einen A1 Tarif nehmen?

Auch wenn A1 der Betreiber der größten Glasfaser-Infrastruktur ist: „Wir öffnen unsere Netze“, betont Kurt Schlager. „Andere Betreiber können auf unsere Netze kommen und so unseren Kund:innen eine Vielfalt an Tarifen anbieten.“ Damit die neue Netzinfrastruktur optimal genutzt wird, setzt A1 auf Partnerschaften mit anderen Serviceanbietern. So kann beispielsweise „Drei“ eigene Dienstleistungen über das Glasfasernetz von A1 anbieten. Mit welchem Vertragspartner und zu welchem Tarif du zusammenarbeiten möchtest, kannst du im A1 Glasfasernetz frei entscheiden.

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