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Lehre bei A1 im Wandel der Zeit

Hands on im Jahr 2000: Bereits seit Jahrzehnten bildet Österreichs Kommunikationsmarktführer A1 Lehrlinge in unterschiedlichen Berufen aus.

A1 ist seit Jahrzehnten ein vielfach ausgezeichneter Lehrbetrieb mit bereits rund 6.000 Absolventinnen und Absolventen. Die Erfolgsquote zeigt: Allein in den letzten 3 Jahren haben mehr als die Hälfte aller A1 Lehrlinge ihre Lehrabschlussprüfungen mit ausgezeichnetem oder gutem Gesamterfolg absolviert. Viele Lehrlinge konnten bemerkenswerte Karrieren im Unternehmen realisieren. ConnectLife wirft einen nostalgischen Blick zurück auf die letzten Jahrzehnte.

Der Jugendarbeitslosigkeit den Kampf angesagt

Bereits nach dem Ende des zweiten Weltkriegs erfolgte die Aufnahme junger Menschen in den Lehrberufen Fernmeldemonteur und Kraftfahrzeugmechaniker. Speziell in den ersten Jahren nach dem Krieg hatte die Aufnahme von Jugendlichen ihren Grund auch im Bemühen, die Jugendarbeitslosigkeit durch die Schaffung von Arbeitsplätzen aktiv zu bekämpfen.

Arbeiten in der Fernmeldemonteurschule Sievering 1953. Foto: Archiv A1 Telekom Austria

Lehrwerkstätten in historischen Gebäuden

Die Fernmeldemonteur-Lehrlinge wurden in Lehrwerkstätten in Wien Sievering und in Graz ausgebildet. Sievering hatte noch Exposituren in Maria Enzersdorf und in Schloss Frohsdorf in Lanzenkirchen. Diese Ausbildungsstätten waren wunderschöne alte Baudenkmäler mit einer langen Geschichte, in einem schlossähnlichen Park gelegen. Durch die Kriegseinwirkungen waren beide Objekte teilweise stark in Mitleidenschaft gezogen. Schloss Frohsdorf wurde 1945 als deutsches Eigentum beschlagnahmt und von der sowjetischen Besatzungsmacht total verwüstet. 1955 wurde es der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung übergeben und zwischen 1961 und 1968 restauriert, wobei ein Großteil der Restaurierungsarbeiten von den Lehrlingen selbst unter Anleitung von fachkundigen Gewerken durchgeführt wurde.

Auch damals schon Eignungsprüfungen

Lehrling bei der PTV zu werden, war gar nicht so einfach. Von den etwa 800 Buben (damals waren nur männliche Bewerber zugelassen), die sich jährlich für diese Lehrstellen meldeten, konnten nur 5 bis 10 Prozent aufgenommen werden. Nur solche, die bei der Eignungsprüfung die besten Leistungen aufweisen konnten, wurden genommen.

Ziemlich retro: Lehrlinge im Jahr 1998.

Kraft und Geschicklichkeit gefragt

Damit hatten die Vierzehnjährigen allerdings ihre Staatsanstellung mit Pension so gut wie in der Tasche. Eine Woche nach der Freisprechungsfeier bekamen die ausgelernten Fernmeldemonteure ihre Anstellungspatente bei der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung. Bis dahin mussten die jungen Männer aber viel lernen. Vom Tischlern, Zimmern, Mauerverputzen, Lichtleitungen- und Kabellegen bis zur Errichtung einer vollautomatischen Telefonzentrale, mussten die Fernmeldemonteur-Lehrlinge alles beherrschen. Auch mussten sie damals noch händisch die Löcher für die aufzustellenden Telefonmasten graben. Sowohl das Aufstellen als auch das Erklettern der Telephonmasten erforderte Kraft und Geschicklichkeit.

Lehrberuf Kraftfahrzeugmechaniker

Die Ausbildung der Kraftfahrzeugmechaniker-Lehrlinge erfolgte in den Postautobetriebsleitungen der Post- und Telegraphendirektionen. Den Lehrwerkstätten waren Lehrlingswohnheime angeschlossen damit auch weiter entfernt wohnende Bewerber die gleiche Chance hatten, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern. Nach der Grundausbildung wurden die Lehrlinge zu sogenannten Lehrlings-Bautrupps eingeteilt und bekamen dort von erfahrenen Werkmeistern in der Praxis vorgelebt, was sie in der Theorie und in praktischen Übungen gelernt hatten.

Sieht hier nach einem eher strengen Lehrmeister aus: Lehre im Jahr 1998.

Wo sind die Frauen?

Seit den Siebziger-Jahren stand auch Mädchen die Möglichkeit offen als Lehrling oder als Fernmeldebetriebspraktikantin einen Job bei der PTV zu erhalten. Überhaupt kann gesagt werden, dass bei der PTV die Ausbildung und Beschäftigung von Frauen eine lange Tradition hat.

Während Frauen im öffentlichen Dienst in Österreich erst nach 1890 aufgenommen werden durften, geht die Aufnahme von Frauen im Bereich der PTV auf das Jahr 1869 zurück. Es durften allerdings nur unverheiratete Frauen aufgenommen werden, welche sich „einer guten Gesundheit erfreuen, mit gesundem Gehör und Gesicht ausgestattet sind, sich über ein moralisches Vorleben ausweisen können und die körperlich in der Lage sind, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen“ (Originalzitat).

Allerdings waren die Frauen den Männern gegenüber finanziell schlechter gestellt und ihr Dienstverhältnis konnte ohne Angabe von Gründen unter Einhaltung einer bloß 14-tägigen Kündigungsfrist gelöst werden. Dies änderte sich nach dem zweiten Weltkrieg und heute sind männliche und weibliche Bedienstete in allen Belangen völlig gleichgestellt.

Das Interesse der Mädchen an einer Lehrstelle im Bereich der PTV hielt sich allerdings trotz einiger Aufrufe in den Medien sehr in Grenzen. In den Achtziger-Jahren waren lediglich 2% aller Lehrlinge weiblichen Geschlechts.

Geschafft! Herzlichen Glückwunsch an unsere Lehrlinge die allesamt am 28. Februar 2020 ihre Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden haben.

Gute Karrierechancen durch Lehre

Nicht wenige Abteilungsleiter haben bei A1 als Lehrlinge im Unternehmen begonnen und sich im Laufe der Jahre die Karriereleiter Stufe für Stufe hinaufbewegt. Allein in den letzten 3 Jahren haben mehr als die Hälfte aller A1 Lehrlinge ihre Lehrabschlussprüfungen mit ausgezeichnetem oder gutem Gesamterfolg absolviert. Die Möglichkeit, berufsbegleitend auch die Matura zu machen stößt ebenfalls auf immer mehr Interesse. Heute werden bei A1 für Lehrlinge drei Lehrberufe angeboten. Alle weiteren Infos hier.

 

 

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