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Ordnung mit Marie Kondo

Alle sprechen davon, dass das persönliche Wohlgefühl durch Ordnung passiert. Netflix Star und Beraterin Marie Kondo lächelt sich durchs Leben und propagiert die Magie des großen Aufräumens. Die perfekte Ordnung soll unser Leben vereinfachen und optimieren. Aber mal ehrlich, eigentlich lohnt es sich doch, zwischendurch richtig faul zu sein, oder? Muss man sich wirklich dem Aufräum-Terror unterziehen? Ich finde, nein.

1. Second-Hand-Läden gehen über

In der WWW Wiener Wunderweiber Facebook Gruppe ging es rund. Angeblich gab es in Wien in letzter Zeit vermehrt Abgaben von Kleidung, die zu Hause keinen liebenden Platz mehr findet. Es heißt, die Second-Hand-Läden und Sammelstellen der Caritas und Co. werden gestürmt, aber nicht zum Kauf, sondern vermehrt zum Verkauf von Modeartikel aller Art. Die Inhaberinnen von Second-Hand-Läden in der Facebook Gruppe glichen ihren Wissensstand ab, denn derzeit scheint das oberste Gebot zu sein: Ordnung schaffen, ausmisten, verkaufen oder spenden was das Zeug hält. Und das nach einem genialen Plan, nach dem Plan der Japanerin Marie Kondo.

2. Gerollte Socken

Die ungewöhnlich hohe Frequenz in den feschen Second-Hand-Läden Wiens ist dem umtriebigen Einsatz von Marie Kondo geschuldet. Netflix-Star und Beraterin in Personalunion gibt Tipps, wie man sich von Sachen trennen kann und nachhaltig für Ordnung sorgt. Denn gerollte Socken und Unterhosen sind jetzt angesagt, nicht nur um Platz zu sparen, sondern weil es so schöner ist. T-Shirt können, wenn sie richtig gefaltet werden, aufrecht stehen. Ungeliebtes muss weichen.

3. Die Methode

Alles was keine Freude entfacht, kommt weg: Nach dieser simplen, aber effektiven Methode sortieren gerade Millionen von Menschen ihr Hab und Gut. Die Hauptaufgabe besteht darin, alles auf einen Haufen zu packen und dann jedes Stück einzeln in die Hand zu nehmen. So kann man durch den gesamten Hausrat gehen. Kleinkram, der Freude macht, wird in kleinen Kisten verstaut, Kleidung wird senkrecht gestapelt. Am Ende sind die Wohnungen hübsch, die Bewohner glücklich und der Zuschauer der Serie überwältigt und angeregt, selbst mitzumachen.

4. Faulsein ist aber auch schön

Doch es formiert sich Widerstand. Schließlich bedeutet ein unaufgeräumter Haushalt nicht unbedingt Faulheit, sondern vielleicht einfach die Ausrichtung auf andere Prioritäten. Und überhaupt, wenn man als Künstler und Künstlerin im bohemian Style durch das Leben geht, kann man dem Leben, zusammengerollt in kleinen Würfeln àl la Kondo nicht viel abgewinnen. Denn das Leben fließt, der Haushalt auch. Und so schaut es dann halt auch aus.

5. Ordnung ist eben nur das halbe Leben

Ordnung ist wichtig im Leben, Haushalt und Kinder müssen im Griff sein, gut aussehend und dabei total entspannt. Denn sind wir uns ehrlich: es liegt meistens an den Frauen, ob dem Bild einer perfekten Familie entsprochen wird oder nicht. Die Frauen sind vielfach die Familien-ManagerInnen. Von Leistungsdruck, Schönheitsidealen und Perfektionswahn sind wir überall umgeben und das macht Druck. So easy cheasy ist das allzeit gepflegte Zuhause nicht, denn es geht ja nicht nur um das einmalige Ausmisten, sondern vor allem um das tägliche Aufräumen. Da könnte auch ein Staubsauger Roboter eine kleine Hilfe sein.

6. Nachhaltigkeit

Egal, ob man nun dem Kondo-Hype folgen und mit weniger Zeug leben will, oder lieber vom Wahn der anderen profitieren und Second-Hand-Schnäppchen ergattern möchte, man sollte das Thema Nachhaltigkeit nicht außer acht lassen. Denn das ist definitiv ein Mega-Trend der nächsten Jahre: Nachhaltigkeit entwickelt sich zu einem positiven Lebensgefühl und boomt wie nie zuvor. Ein zentraler Grund für die rasante Entwicklung ist ein vollzogener Imagewandel: Das Thema hat längst nichts mehr mit Verzicht und schlechtem Gewissen zu tun. Sondern auch mit Spaß. Wahrscheinlich ist Marie Kondo deshalb dauernd am Lächeln.
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