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Urlaub 2020: Die Rückkehr der Sommerfrische

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Nicht ohne meine Freunde

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Azzuro und der Traum vom Meer

In Zeiten von Covid-19 sollte eine Reise gut geplant sein. Aber wie bereiteten sich unsere Eltern auf eine Reise vor?

Warum unsere Eltern noch immer so gerne über ihre abenteuerlichen Reisen erzählen.

Apps, Online-Plattformen, Communities & Co haben das Urlaubbuchen zum Kinderspiel gemacht. Der Traumurlaub lässt sich bis ins kleinste Detail planen und ist nicht mehr abhängig von Reisebüroprofis oder purem Zufall. Aber wie haben unsere Eltern eine Reise organisiert? Schließlich hatten sie auch Spaß und kamen heil nach Hause zurück, obwohl viele einfach ins Blaue fuhren.

Die schönste Zeit des Jahres

Wonach sehnen wir uns jetzt im Sommer am meisten? Ganz klar: Nach Urlaub, Sommerfrische und nach dem Reisen. Wie war es vor 30 Jahren? Seit dem Zeitalter des (mobilen) Internets, der Smartphones und der Laptops hat sich einiges in unserem Reiseverhalten verändert. Und diesen Sommer 2020 ist bekanntlich wegen der Corona-Krise die ganze Urlaubsplanung auf den Kopf gestellt.

Ich durchforste die Fotoalben meiner Eltern, die schon in den 80er und 90er Jahren echte Globetrotter waren.

Heißt analog mehr im Augenblick?

Ich durchforste die Fotoalben meiner Eltern, die schon vor 30 Jahren echte Globetrotter waren. Und schaue auch in meinen eigenen Fotoalben der Pre-Smartphone-Ära nach. Was fällt mir dabei besonders auf? Es ist augenscheinlich, es gibt von diesen Urlauben nicht so viele Fotos. Denn es wurde einfach nicht so viel geknipst wie heute im Zeitalter der Smartphones und Digitalkameras.

Vorfreude mit Herzklopfen

Dabei denke ich an die Filmrollen für die analoge Kamera – mit entweder 12, 24 oder 36 Aufnahmen. Je nach Länge des geplanten Urlaubs musste ich schon vorher wissen, wie viele Bilder ich denn ungefähr machen möchte. Ich teilte mir die Filmrollen penibel ein. Die Fotos selbst konnte ich dann immer erst eine Woche später sehen. Wenn ich sie dann in der Drogerie abholte, klopfte mein Herz voller Vorfreude auf die auf Papier gebrachte Urlaubserinnerung.

Spontane Herbergssuche

Ich sitze gerade vor meinem Laptop und stöbere für den heurigen Österreich-Urlaub nach einer schönen Unterkunft mit guten Bewertungen. Da kommt mir ein Gedanke: Wie haben das denn meine Eltern vor über 30 Jahren gemacht? Ohne die Möglichkeit einer Online-Buchung? Sind sie wegen jeder Frage extra ins Reisebüro gefahren? Ich erkundige mich bei meinem Vater. Er hat damals viel herumtelefoniert und dann direkt im Hotel oder in der Pension reserviert. Bei Fernreisen schloss man sich einer organisierten Reiseleitung an. Oder man ist auf gut Glück einfach drauf losgefahren. Unterwegs war es üblich, einfach nach dem Weg zu fragen. Und bei hübschen Pensionen wurde kurzerhand geklingelt und nach einem freien Zimmer gefragt - auch das heute in Corona-Zeiten undenkbar.

 

Nostalgie pur: Rein in die Ente und ab an den Strand. So unbeschwert wird es heuer leider nicht gehen.

Reiseführer versus Reiseblogs

Was macht man heute, wenn man eine Reise plant? Man durchforstet diverse Artikel verschiedener Reiseblogger nach den besten Tipps und speichert diese in die passende App. Die kann man dann später offline lesen. Und die Geheimtipps, so ganz ohne Reiseblogs und Internet? Mein Smartphone ist gefüllt mit einigen nützlichen Reiseapps, die nicht nur die Vorbereitung einer Reise, sondern auch die Zeit vor Ort ungemein erleichtern.

Die besten Selfieplätze

Auf Instagram zum Beispiel suche ich mit speziellen Hashtags nach den schönsten Fotospots, den malerischsten Locations und absoluten Highlights eines Ortes. Andere Apps zeigen mir die hippsten und coolsten Restaurants und Cafés einer Destination. Fix und fertig nach den Bewertungen und Empfehlungen anderer Reisender sortiert. Und in der Airbnb App gibt es jetzt sogar schon Touren, angeboten von Einheimischen.

Mundpropaganda

Abgesehen von Empfehlungen vom Reisebüro, Reiseführer und weiterer Lektüre haben es meine Eltern gemacht wie viele andere auch. Das funktioniert übrigens auch heute noch: Sie haben schlicht und ergreifend bei Gesprächen mit Freunden Empfehlungen aufgeschnappt und sind dann einfach losgefahren. Mit nur einer Landkarte auf den Beinen und ohne großartig viel zu planen. Und das Reise-Abenteuer konnte losgehen.

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