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Wie Smart Home das Familienleben sicher macht

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graue Katze

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Katzenüberwachung? Smart Home machts möglich

 
Katze alleine daheim

Katzen neigen zu Schabernack, wenn sie alleine zuhause sind.

Eine Katzenüberwachung, das wäre doch praktisch. Dank Smart Home weiß ich endlich, was meine Katze macht, wenn ich nicht zuhause bin.

7.30 Uhr – eigentlich müsste ich erst um acht aufstehen. Sie, das ist meine Katze, auch, denn sie hat ja im Gegensatz zu mir keine Verpflichtungen. Dennoch sitzt sie jeden Morgen zwischen 7.00 und 7.30 Uhr auf dem Kissen neben meinem Kopf und wartet auf ihren Einsatz. Fast etwas herablassend lugt sie rüber auf meine Seite und wartet auf jede kleinste Regung, denn das würde bedeuten: bald ist Essenszeit. Von ihrem gemütlichen Platz an meinem Fußende hat sie sich angeschlichen, lautlos. So ganz anders also als das, was nun folgt: MIAAAAUUUUUUUU. Ich reagiere nicht. Es ist noch dunkel draußen und ich sehe nicht ein, mein warmes Bett auch nur eine Sekunde früher zu verlassen, als ich muss. MIAUUUUUUUUUUUUUUUU – diesmal schon etwas wehleidiger. Ganze zwölf Stunden ohne Fressen, der Tiger muss ganz ausgehungert sein und dem Tode nahe. So etwas in der Art muss sie sich wohl denken. MIAAUUUUUUUUUUUUUU – ich habe schon etwas Angst, dass die Nachbarn denken, ich vernachlässige das Pelzknäuel, das mir jetzt eine Tatze auf die Nase legt. Wenn akustische Signale nicht mehr reichen, geht es in den Nahkampf. Da ich natürlich schon beim ersten wehleidigen Klagegeräusch wach war, erbarme ich mich und gebe nach. Ich schäle mich aus meiner wohlig warmen Bettdecke, um der Realität ins Auge zu blicken.
Ich glaube, Lichtgeschwindigkeit wird gar nicht mit E = mc² gemessen, sondern mit „Katze/Weg vom Bett zum Futterschrank“. Da sitzt sie nun und schaut mir bedächtig dabei zu, wie ich ihr Futter auswähle und halb schlafend zubereite. MIAUUU – das könnte schneller gehen, als ob sie noch was vorhätte.
Während ich nun meiner rituellen Morgenhygiene nachgehe und die Katze nach Verschlingen der halben Mahlzeit – die Hälfte bleibt für später, so hungrig war sie dann doch nicht – versöhnlich um meine Beine streicht, frage ich mich, was sie wohl so treibt, wenn ich in der Arbeit bin.
Auf sie warten ja nun acht oder auch zehn Stunden Tristesse, je nachdem, wo mich das Leben noch hinführt. Während ich also arbeite, geht sie ihrem Leben nach. Aber was bedeutet das genau?
Ich weiß, dass sie in der Zwischenzeit hin und wieder durch die Katzenklappe nach draußen verschwindet, aber wie lange und wie häufig, bleibt mir verborgen. Klar möchte ich, dass sie genug Freiraum bekommt, sich auch draußen auszutoben, lieber wäre mir aber, ich könnte sie dabei beobachten, wobei … will ich wirklich immer wissen, wo sie sich rumtreibt?

8.30 Uhr – MIAUUUUUUUUU! Laut und fordernd unterbricht sie meine Gedanken und erinnert mich daran, dass es nun Zeit wird, das Haus zu verlassen: ich durch die Vordertür, sie durch die Katzenklappe an der Hintertür. Auch wenn ich es mir nicht eingestehen will, mache ich mir dennoch ein bisschen Gedanken über ihren Verbleib.
Um das Geheimnis zu lösen und mir ein bisschen die tägliche Sorge im Hinterkopf zu nehmen, dass sie auf dem Weg nach Hause verloren geht, installiere ich den Türsensor des Smart-Home-Pakets an der Katzenklappe. Eine kleine Spielerei, aber für mich ein großer Erkenntnisgewinn. Kommt die Mieze nach Hause, empfängt mein Handy eine Push-Benachrichtigung, die mich darüber in Kenntnis setzt. Dann weiß ich, sie ist in Sicherheit. Verlässt sie das Haus wieder, bekomme ich auch eine Nachricht.

09.30 Uhr – ich schaue auf mein Handy. Glücklicherweise scheint es sich bei meiner Katze um ein recht faules Exemplar zu handeln, denn schon eine Stunde nachdem wir gemeinschaftlich das Haus verlassen haben, bekomme ich eine Nachricht. Ihr scheint es genug Abenteuer für heute gewesen zu sein. Sehr beruhigend, denke ich und gehe meiner Arbeit nach.

13.30 Uhr – jetzt ist sie also schon eine ganze Weile wieder daheim. Die Neugier überkommt mich und ich frage mich, was sie macht. Schärft sie vielleicht ihre Krallen wieder einmal unerlaubt an meinem teuren Ohrensessel? Eigentlich weiß sie, dass sie das nicht darf, gleichzeitig ist es ihr herzlich egal. Mir leider nicht. Ich rufe via App den Livestream auf und blicke in meine Wohnung. Was ich zunächst sehe, ist: nicht viel. Zusammengerollt liegt sie auf meinem Bett, am Fußende, auf ihrer Lieblingsdecke. So wie heute Nacht bis 7.30 Uhr. Der Sessel wurde – zumindest heute – verschont, wie beruhigend.

Katze in Schachtel

Mit Smart Home haben Sie Ihren flauschigen Vierbeiner immer im Blick.

15.00 Uhr – die Push-Benachrichtigung meines Handys verrät mir, dass sie erneut einen Ausflug unternommen hat. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Ich hoffe, ihre Faulheit bestätigt sich auch diesmal wieder und sie kehrt rasch heim.

17.00 Uhr – Feierabend. Während ich nun auf mein wohlverdientes Feierabendbier gehe und den Terminstress vergesse, schaue ich lieber noch einmal aufs Handy – keine Nachricht. Die Katzenklappe vermeldet keine Bewegung, die die Rückkehr meiner Mieze ankündigen würde. Ein bisschen unwohl ist mir schon. Ich weiß, dass sie gern einmal bei den Nachbarn vorbeistreunt, und rufe kurz an. Tatsächlich, der faule Tiger war wieder einmal nebenan und hat sich dort eine Portion Streicheleinheiten und Extraleckerlis abgeholt. Das bestätigt mir nun auch die Nachricht der App, denn anscheinend reicht es ihr und sie hat den Heimweg angetreten. Die ältere Dame von nebenan kann wohl selbst für eine entspannte Katze manchmal etwas überschwänglich werden. Ich schalte kurz den Livestream ein und sehe, wie sie ihren Lieblingsplatz auf dem Bett ansteuert und sich zusammenrollt. Dafür, dass ich dachte, sie liegt den ganzen Tag auf der faulen Haut, war sie eigentlich überraschend aktiv. Ich bin jedenfalls beruhigt, dass sie wieder zu Hause ist, und kann mein Bier nun umso entspannter genießen.

20.00 Uhr – endlich zu Hause. Mein Schlüssel dreht sich in der Haustür und noch bevor diese richtig geöffnet ist, quetscht sich ein nicht ganz so schlankes, pelziges Wesen an mir vorbei auf den Fußweg vor dem Haus. Sie schaut mich mit großen Augen an: MIAUUUUUUUUUUUUUUUUU. Klar, zwölf Stunden vorbei. Eine Ewigkeit, sie muss fast gestorben sein vor Hunger und Langeweile. Sie weiß ja nicht, dass ich weiß, was sie wirklich getrieben hat.

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