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Digitale Jobs

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Digitale Zukunft

Der digitale Wandel bringt viele neue Jobs

Digitale Jobs

Die Digitalisierung schafft neue Jobs.

Ein Mix aus Ausbildung, Weiterbildungsbereitschaft und politischen Maßnahmen macht's möglich.

Wir befinden uns in der nächsten Phase der Industriellen Revolution, denn durch die zunehmende Digitalisierung geht ein Umbruch in der Arbeitswelt vor sich. Mit den Veränderungen werden Arbeitsplätze bzw. Berufsbilder verschwinden, aber es werden auch neue Tätigkeiten geschaffen.

Wie sich die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte, haben zahlreiche Studien, wie unter anderem das Policy Paper der Arbeiterkammer zum Thema „Arbeitsplätze“, analysiert. Die meisten Ergebnisse fallen positiv aus: Zwar gebe es Branchen, in denen der Bedarf an Arbeitskräften sinken werde, wie beispielsweise in den Bereichen Transport und Logistik oder im Handel. Anderswo aber wird der Bedarf deutlich steigen. So werden vor allem die Bereiche Technologie, Medien und Telekommunikation sowie Gesundheits- und Pharmaindustrie vom Umschwung profitieren.

Betrachtet man die Auswirkungen der Digitalisierung unabhängig von der Branche, so ist vor allem im Bereich der niedrig qualifizierten und repetitiven Tätigkeiten ein Verschwinden der Arbeitsplätze zu erwarten. So wird die Arbeit am Fließband immer häufiger von Maschinen geleistet, ein Trend der in der Automobilindustrie schon lang angekommen ist. Aber beispielsweise auch der klassische Buchhalter, der Belege erfasst, wird zusehends verschwinden. Ist der Job von einer Maschine kostengünstiger zu erledigen, wird die Chance ersetzt zu werden zunehmend größer.

Die aktuelle Entwicklung bringt vor allem einen stark ansteigenden Bedarf in technischen Berufen, doch auch Beratungsdienstleistungen verzeichnen schon jetzt eine erhöhte Nachfrage. Und davon abgesehen werden noch eine Vielzahl an neuen Berufen entstehen, die heute noch gar nicht existieren. Dieses Phänomen kennen wir aus der Vergangenheit, schließlich hat es einen Chief Digital Officer oder IoT-Experten bis vor ein paar Jahren noch gar nicht gegeben.

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Die Digitalisierung bestimmt bereits jetzt bei vielen den Büroalltag.

Die Politik hat für die Transformation schon die Weichen gestellt, daher befindet sich die Lehrlingsausbildung aktuell im Wandel. So sollen in Österreich 54 Lehrberufe bis 2020 auf die Digitalisierung umgestellt werden, aber auch neue Berufsbilder und die passenden Ausbildungen dafür werden geschaffen.

Man denke beispielsweise an den Handel. So ist Onlinehandel als Teil der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bereits selbstverständlich. Der Verkauf verschiebt sich immer mehr weg vom persönlichen und telefonischen Verkauf hin zur Online-Abwicklung. Die Sparte hat entsprechend darauf reagiert und einen Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ ins Leben gerufen. Für das kommende Jahr ist überdies die Einführung einer eigenen branchenübergreifenden Lehre geplant, wo es um die Programmierung, die Abwicklung und das Marketing für Online-Shops geht. Und dies ist auch in anderen Branchen, wie beispielsweise dem Tourismus bis hin zum Finanzdienstleistungsbereich, denkbar.

Vor dem klassischen Handwerksberuf macht die Digitalisierung auch nicht Halt. Ein Beispiel dafür ist die Haustechnik: Diverse Berufe müssen sich viel stärker mit dem Thema Smart-Home beschäftigen. Smart-Home ist die Möglichkeit, diverse Anlagen und Geräte im Haus zu vernetzen und diese zum Beispiel per Smartphone zu steuern. Betroffen sind hier vom Elektriker bis zum Installateur einige Gewerbe. Eine ihrer Aufgaben wird es sein, viel ganzheitlicher und systemübergreifender zu denken. Möglich ist es auch, dass Wartungsaufgaben und damit ganze Stellen gänzlich wegfallen.

Die Arbeitsmarktentwicklung ist auch die aktuelle Herausforderung der Politik. Sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene (EU) werden in Fachgruppen Arbeitspapiere und Gesetzesentwürfe erstellt. Zielsetzung ist, den technischen Fortschritt für innovative neue Arbeitszeitformen zu nutzen und Initiativen im Bereich der Ausbildung zu setzen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt massiv verändern wird.

Sofern die Politik rechtzeitig Maßnahmen setzt und die Menschen sich der neuen Anforderungen an die Ausbildung bewusst sind, kann man der Zukunft durchaus optimistisch entgegenblicken.

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