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Nothing Phone (4a) Pro im Test - A1 Blog

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Nothing Phone (4a) Pro im Test

Ungewöhnlich gutes Smartphone: Das Nothing Phone (4a) Pro fällt nicht nur durch sein individuelles Design positiv auf.

Nothing ist ungewöhnlich. Das hat die junge Hardware-Schmiede bereits vor 4 Jahren mit ihrem Erstlingswerk Nothing Phone (1) bewiesen. Mit dem Nothing Phone (4a) Pro bleibt man dem Prinzip frischer Designideen treu: Aufffällige Kamerainsel mit LED-Gylph-Display inklusive dezenter Offenbarung des Innenlebens und insgesamt sehr moderne Optik. Aufwertungen gibt es zudem für Display, Kamera und UI. Im Test alles wichtige rund um den neuesten Vertreter der Nothing Phone Reihe.

Nothing Phone (4a) Pro - das Wichtigste in Kürze

Display: 6,83 Zoll AMOLED, 144 Hz, max. 5.000 nits
Kamera: 50 MP ƒ/1,9 Hauptkamera | 50 MP ƒ/2,9 Tele (3-fach optisch) | 8 MP ƒ/2,2 Ultraweitwinkel
Akku: Li-Ionen 5.080 mAh, 50 Watt Laden
Sonstiges: Ultraschall Fingerabdrucksensor, IP65 Zertifizierung, Glyph Display

Der Clou: Der Gylph

Alleinstellungsmerkmal von Nothing ist der Glyph vulgo das Lichtspiel auf der Rückseite. Beim Nothing Phone (4a) Pro ist das eine runde Aussparung in der oberen Hälfte der im Aluminum Unibody untergrbachten Kamerainsel. Mit bis zu 3.000 nits Helligkeit (also ordentlich hell), strahlen einem hier bis zu 137 LED-Bildpunkte entgegen.
Die Nutzungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielfältig: Als erstes fällt einem die Nutzung als benachrichtigungs-LED ein. Das Display kann aber auch als Timer (einschließlich Kamera-Timer), Lautstärkeregler oder zur Anzeige des Akkustands genutzt werden. Darüber hinaus gibt es eine sog. Glyph-Fortschrittsanzeige: Apps von Drittanbietern können das als Schnittstelle nutzen, um zum Beispiel den Lieferstatus oder den Fortschritt des Ubers anzuzeigen. Die Liste dieser Anbieter ist derzeit aber noch sehr überschaubar. 
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Glyph Interface anpassen

Was die Glyph-LEDs genau tun sollen, kann jederzeit individuell im Menü unter Glyph-Einstellungen geändert werden.

Essential Benachrichtigungen

In dem Fall möchte ich eine individuelle Benachrichtigungsregel erstellen. Also eine ITTT-Regel (if this then that).

Vielfältige Muster

Für die Benachrichtigung kann unter vielen unterschiedlichen, vordefinierten Mustern gewählt werden. Alternativ kann man auch selbst eines erstellen (wird aus einem Foto generiert).

Ergebnis

In dem Fall lautet die Regel: Wenn "Wolfi" eine Nachricht von der App "Instagram" sendet, in der "Wohnung" erwähnt wird, dann soll die Glyph Matrix ein Schwert zeigen. Jedem ist natürlich überlassen, sinnvollere Regeln zu erstellen.

Über If-that-then-that Regeln können unterschiedlichste Glyph-Leuchtzeichen für die unterschiedlichsten Benachrichtigungstypen eingestellt werden. Beispiel: Bei einem verpassten Anruf des Partners ein Smiley-Emoji, beim entgangenen Anruf des Chefs ein Sad-Emoji. Dasselbe gilt für E-Mails oder Messenger Nachrichten. Im Prinzip ist es so möglich, ohne jemals das Display einzuschalten genau zu wissen, wer einen gerade erreichen will. 

Der Look - Sleek und modern

Auch beim Design geht Nothing andere Wege. Da ist einerseits das Gehäuse: Es handelt sich um einen Aluminium Unibody. So etwas sieht man relativ selten in der heutigen Smartphone-Welt. Bei den meisten anderen Herstellern sind Vor- und Rückseite in einen Rahmen eingefasst, beim Nothing Phone (4a) Pro handelt es sich dagegen um einen einzelnen Block. Somit haben Rahmen und Rückseite exakt dieselbe Farbe.
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Für den nötigen Akzent sorgt die mit Glyph-Matrix und in Kunststoff eingefasste Kamera Insel. Die Dimensionen sind ähnlich dem iPhone 17 Pro. Mit dem Unterschied, interessanter zu wirken: Sie gibt leichten Einblick ins Innenleben, wirkt aber nicht mehr ganz so verspielt wie bei früheren Nothing Modellen. Freunde von Symetrie werden nicht unbedingt eine Freude damit haben. Das Nothing Phone hebt sich damit aber deutlich von der Konkurrenz ab - allein dieser Umstand ist ein schöner Kontrast zu den Produkten anderer Hersteller.
Im Einklang mit der Konkurrenz im gehobenen Mittelklasse-Segment liegt das Display: Es schafft bis zu 144 Hz (wiewohl die meisten Apps bei 120 Hz liegen), ist 6,83 Zoll groß und unterstützt gängige Standards wie HDR10+. Beeindruckend ist das Display-Gehäuse Verhältnis: Mit 93,9 Prozent glänzt die Front fast nur durch Inhalte und nicht durch dicke Einfassungsränder. Zusammen mit der maximalen Helligkeit von bis zu 5.000 nits macht das alles schon einen sehr guten Eindruck.

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Etwas anders an der Oberfläche | Nothing OS 4.1

Die Nothing Ästhetik verharrt nicht nur beim Design des Smartphones, sondern zieht sich durch sein gesamtes Software-Innenleben. Am Smartphone läuft Nothing OS 4.1, das durch sein Dot-Matrix Design und die monochrome Darstellung wohl nicht nur auf Zustimmung stößt. Die gute Nachricht: Niemand muss das voreingestellte Nothing Theme verwenden bzw. die monochrom App-Symbole nutzen. Und recht viele App-Icons sehen in ihrer schwarz/weiß Optik nicht gerade gut aus. 
Mit an Bord ist - wie sollte es anders sein - viel KI. Einerseits von Google in Form von Gemini und seinem bekannten Potential. Andererseits in Form von Bildbearbeitung (Objektradierer - muss interessanterweise vor der ersten Nutzung extra heruntergeladen werden) und Hintergrundbild-Gestaltung.
Vorher
Nachher
Der Objektradierer bietet nur 2 Optionen: Spiegelungen und/oder Fußgänger entfernen. Insofern ist sein Nutzen also recht begrenzt. Es ist nicht möglich (anders als bei Pixel oder Samsung Smartphoens), Objekte einzukreisen und verschwinden zu lassen. Das Ergebnis ist bestenfalls durchschnittlich. Natürlich kommt es wie immer auf die Umgebung an - je ruhiger sie ist, desto besser funktioniert die Retousche. Die Personen im Vordergrund wurden vermutlich deswegen nicht entfernt, weil die KI  sie als Hauptmotiv identifiziert hat.
Den Wallpaper-Generator finde ich ausgesprochen ansprechend realisiert - ohne von der Optionsvielfalt erschlagen zu werden lassen sich schnell und einfach verschiedenste neue Motive für den Smartphoneschirm erstellen.
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Eigene Wallpaper erstellen...

... geht sehr intuitiv in nur wenigen Schritten via Slider: Bei der oberen und unteren Auswahl kann aus mehreren, vorgegebenen Stilen/Motiven ausgewählt werden.

Mit an Bord sind nach wie vor die Nothing Essentials. Das ist eine Art KI-Hub für Memos, Fotos, Notizen und Texte, die via KI intelligent organisiert werden. Der Bereich ist via dezidiertem Button (der nicht mit einer anderen Funktin belegt werden kann) erreichbar. Zu den Hauptfunktionen zählen das Versehen von Screenshots mit Anmerkungen oder die Transkription von mit dem Rekorder aufgenommenen Gesprächen.
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Nothing Essentials: AI in einem Button

Das alles hat Hand und Fuß. Einziger Kritikpunkt: Auf das Betriebssystem gibt es nur 3 Jahre lang Update-Garantie. Das können andere Mitbewerber mittlerweile deutlich länger. 

Zwar keine Pro-Leistung, dafür stabil & verlässlich

Das Nothing Phone (4a) Pro gehört, anders als der Zusatz "Pro" suggeriert, in Punkto rohe Rechenpower nicht zu den Top Smartphones. Der Mittelklasse SoC Snapdragon 7 Gen4 verreichtet mitsamt großzügigen 12 GB Arbeitsspeicher seine Dienste aber tadellos. Erkennbar wird das, wenn man das Smartphone mit Benchmark Tests wie dem bekannten 3D Mark Stresstest 20 Minuten lang unter Folter setzt. In Sachen Leistung ist es mit Mitstreitern wie dem Galaxy A57 en par, in Sachen Stabilität macht ihm ebenfalls niemand was vor. Nothing dürfte hier, ähnlich wie Samsung mit dem Galaxy A57, auf das richtige Pferd gesetzt haben.
Die Komponenten werden durch einen 5.080 mAh Akku versorgt, dessen Ladung gut für den ganzen Tag reicht. Dank 50 Watt Fast Charging ist der auch wieder schnell geladen. Im Lieferumfang ist ein ansprechend gestaltetes USB-C Ladekabel ohne Netzteil enthalten. Achtung: Das Nothing Phone (4a) Pro hat kein Wireless Charging.

Alles auf Kamera | Nothing Phone (4a) Fotoqualität

Mit dem Kamerasetup auf dem Nothing Phone (4a) Pro verhält es sich ebenso ambitioniert wie beim Vivo V70: Dual 50 MP Kamera für Tele und Kleinbild, komplettiert von einer 8 MP UWW Linse. Ganz grundsätzlich halte sich diese Art von Setup - also Kleinbild, Tele und UWW - für das bessere als jenes von Samsung beim A57, das die Telelinse gegen eine (unnotwendige) Makro Linse abtauscht.

Nothing Phone (4a) Pro - Kamera im Überblick

Hautpkamera: 50 MP ƒ/1,9 | Brennweite: 23 mm | PDAF, OIS
Telekamera: 50 MP ƒ/2,9 | Brennweite: 80 mm (3,5-fach optisch) | PDAF, OIS
Ultraweitwinkel: 8 MP ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (120° Gesichtsfeld)
Selfie: 32 MP ƒ/2,2
Mit so einer Vielfalt an Objektiven ist ein sehr breites Einssatzspektrum abgedeckt. Die Telekamera eignet sich aufgrund des Brennweiteäquivalents von 80mm hervorragend für Portraits, dank der hohen Megapixelanzahl kann problemlos auf 5-8-fach digital gezoomt werden. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht die minimale Auslöseverzögerung, die manchmal dafür sorgt sich schnell bewegende Objekte nicht rasch genug einfangen zu können. 
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Nothing Phone (4a) Pro Galerie

Die 50 MP Kamera macht einen guten Job. Wer öfter mit Samsung Smartphones fotografiert wird merken, dass die Farben hier viel weniger (über)sättigt wirken - sie spiegeln eher eine natürliche Wiedergabe. Für Social Media würde sich hier anbieten, die Sättigung etwas anzuheben.

7-fach Zoom

Schriftzüge und Fensterstrukturen bleiben selbst im Crop gut lesbar, ohne dass alles in künstliche Überschärfung kippt. Dieie feinen Linien der Glasfassaden sind sauber getrennt. Farben sind neutral, die Bäume vorne wirken natürlich und nicht überzogen und trotz grauem Himmel hält sich das Rauschen sehr zurück. Kurz: für ein 3,7‑fach‑Modul ist das eine erstaunlich detailreiche, stabile Tele-Leistung, mit der man auch Architektur gut abdecken kann.

Portrait mit 3,7-fach Tele

Die Brennweite sorgt für einen natürlichen Look, das Bokeh fällt angenehm weich aus und trennt die Kids sauber von der wuselig-unscharfen Fußgängerzone. Kanten­erkennung sitzt erstaunlich sicher – nur vereinzelt an Haarspitzen und Schultern sieht man minimale Ausrutscher, die man aber nur im Pixel-Peepen bemerkt.

Nochmal Tele - diesmal 5x

Auch hier spielt die hohe MP-Anzahl des Tele seine stärken aus: Trotz Crop gibt es quasi keine Einbußen, alles wirkt scharf und natürlich. In Summe also ein sehr alltagstaugliches Tele.

Hauptkamera - Details

Die Betonstruktur knistert geradezu vor Details, jede Pore und Kante der Schrift ist sauber herausgearbeitet ohne überschärft zu wirken. Der Fokus sitzt punktgenau auf dem Relief, der natürliche Fall-off in die Unschärfe Richtung oben sorgt fast schon für einen leichten Makro-Look.

Hauptkamera - Landschaft

Die feinen Speichen und Nieten im Stahlgerüst sind klar getrennt, ohne dass die Software daraus einen überschärften Pixelbrei macht. Der Kontrast ist ok - vor allem angesichts der Tatsache, dass diese Aufnahme mitten in der Dämmerung entstand.

8MP Ultraweitwinkel

Für die geringe Auflösung sind die Ergebnisse in Ordnung - je näher man an den Rand kommt, desto höher wird allerdings die Unschärfe. Für Schnappschüsse also ok, zum Ausdrucken sollte man lieber die beiden anderen Linsen verwenden.

Lieber nur bei Tag sollte man die Ultraweitwinkel-Linse nutzen: Sie nutzt den kleinsten Sensor bei gleichzeitig niedrigster MP-Anzahl des Tripletts. Entsprechend schnell geht die Qualität vor allem bei schlechtem Licht herunter. Durch das große Gesichtsfeld sind bei Tag aber ebenfalls durchaus gute Aufnahmen möglich.

Nothing Phone 4a (Pro) | Fazit und Wertung

Eines muss man Nothing lassen: Von Designsprache verstehen sie etwas. Auch wenn ich das Glyph-Display mehr für ein Gimmick als wirklich nützlich halte. Das Nothing Phone (4a) Pro hebt sich dadurch positiv vom Einheitsbrei des Mitbewerbs ab. Die verspielte Rückseite ist etwas, das andere definitiv nicht haben.
Nothing Phone (4a) Pro - Pro und Kontra
Pro Kontra
außergewöhnliches Design inkl. Aluminum Unibody Gehäuse anstatt IP68 nur IP65 Zertifizierung
verspieltes Glyph Display als Alleinstellungsmerkmal fehlendes Wireless Charging
großes 144Hz AMOLED Display inkl. HDR Support Ultraweitwinkel nur bei Tag mit guten Ergebnissen
Haupt- und Telekamera bieten sehr gute Ergebnisse  
sehr hohe Ausdauer und stabile Leistung  
Zwar muss man bei der Ladegeschwindigkeit und dem fehlenden kabellosen Laden kleine Abstriche machen. Doch das Gesamtpaket aus flüssigem Nothing OS 4.1, einer starken Periskop-Kamera und der markanten Ästhetik überzeugt auf ganzer Linie. Wer ein Smartphone sucht, das sich mutig vom Einheitsbrei abhebt und technisch dennoch kaum Kompromisse im Alltag erzwingt, kommt am Phone (4a) Pro dieses Jahr kaum vorbei.
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Nothing phone (4a) Pro - technische Daten

 

Nothing Phone (4a) Pro - technische Daten
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Dimensionen 163.7 x 76.6 x 8 mm | 210 Gramm
Display 6.83 Zoll Super AMOLED, 1.260 x 2.800 Pixel = 440 ppi | Bildwiederholrate: 120 Hz | max. 5.000 nits 
Sekundäres Display Glyph Matrix 137 LEDs, max. 3.000 nits
Display-Gehäuse Verhältnis 93,3 Prozent
Hauptkamera 50 MP, ƒ/1,9 | PDAF | Brennweite 24 mm (Kleinbild) | Video: 4K@30fps, 1.080p@30fps
Sekundärkamera 50 MP, ƒ/2,9 | Brennweite: 80 mm - optisch 3,5-fach (Tele) | PDAF | OIS
Dritte Kamera 8 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (UWW)
Vierte Kamera -
Frontkamera 32 MP, ƒ/2,2
CPU Qualcomm SM7750-AB Snapdragon 7 Gen 4 (4 nm) | Octa-core (1x2.8 GHz Cortex-720 & 4x2.4 GHz Cortex-720 & 3x1.8 GHz Cortex-520)
GPU Adreno 722
RAM 8/12 GB
Speicher 128/256 GB - nicht erweiterbar
Akku 5.080 mAh, 50 Watt Fast Charging
Konnektivität Bluetooth 5.4 | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6, dual-band, Wi-Fi Direct, hotspot
5G ja
Zertifizierung IP 65 Wasser- und Staubschutz
Biometrie optischer In-Display Fingerabdrucksensor

 

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